Zwischenfazit

Was stach in den ersten Tagen der Generalversammlung des Regnum Christi besonders hervor? – Im Kurzvideo vom 30. November direkt aus Rom versucht Karl-Olaf Bergmann, Delegierter des Regnum Christi aus Deutschland, ein persönliches Zwischenfazit der Generalversammlung des Regnum Christi in Rom.

Bei Rückfragen zur Generalversammlung können Sie sich auch gern per E-Mail an ihn wenden: kobergmann@arcol.org.

Können wir eine Übereinkunft erzielen?

Im Video (auf Spanisch mit englischen Untertiteln) denken einige Delegierte darüber nach, ob das Regnum Christi als große geistliche Familie am Ende des langen Revisionsprozesses der Statuten und am Ende dieser Generalversammlung zu einer inneren Übereinkunft in den vielen Fragen und Themen kommen kann – eine entscheidende Frage. Sehen Sie selbst! Weitere Videos dazu folgen in den nächsten Tagen.

„Geht hinaus in die ganze Welt!“

Auch der letzte Tag der Generalversammlung an dem alle Delegierten teilnehmen, begann mit einer hl. Messe. Am Vormittag wurde im Plenum über die letzte Fassung wichtiger Paragraphen in den neuen Statuten abgestimmt, u.a. über den neuen § 9, der das Apostel-Sein eines Mitglieds des Regnum Christi genau beschreibt, ferner über Fragen der Aufnahme von neuen Mitgliedern in die Gemeinschaft und welche Verpflichtungen damit verbunden sind.

Von besonderer Wichtigkeit war an diesem letzten gemeinsamen Tag, dass im Plenum eine gemeinsame Grundlinie unter allen vier Zweigen festgemacht werden kann, wie in Zukunft die Leitungsstrukturen der Föderation des Regnum Christi konkret aussehen sollen und wie durch die Föderation die Einrichtungen der Gemeinschaft verwaltet und geleitet werden sollen. Diesen wichtigen Themen wurde im Plenum viel Zeit eingeräumt, um alle möglichen Implikationen gemeinsam betrachten zu können. Vor der Abstimmung dazu gab es einen Moment der Stille und des Gebets.

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P. Valentin Gögele LC, Territorialdirektor für West- und Mitteleuropa, nahm als Beobachter an der Generalversammlung teil.

Pater Gianfranco Ghirlanda SJ (päpstlicher Assistent für den Revisionsprozess der Statuten des Regnum Christi) half dabei mit seinen Erläuterungen, den Vorschlag für ein Statut des Regnum Christi als Föderation weiter auszuformulieren, das schließlich – am Ende aller Sitzungen der Generalversammlung, voraussichtlich am 6. Dezember – dem Heiligen Stuhl zur Genehmigung vorgelegt werden kann.

Am Abend kamen die Delegierten noch einmal in der Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe zum Rosenkranz-Gebet zusammen und baten Maria um ihre Fürsprache für die Früchte dieser Versammlung. Dieser gemeinsame Teil der Generalversammlung (28. November bis 1. Dezember) schloss mit dem gemeinsamen Abendessen in der Generaldirektion der Legionäre Christi.

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Sebastian Hoogewerf (l.) nahm als einer von zwei gewählten Delegierten für die Ordensprovinz West- und Mitteleuropa an der Generalversammlung teil.

In der folgenden Woche (3. bis 5. Dezember) werden die Sitzungen der Generalversammlung nur mit den geweihten Zweigen (Legionäre Christi, gottgeweihte Frauen und gottgeweihte Frauen) fortgesetzt und beendet werden.

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Gruppenfoto mit allen Delegierten und Pater Gianfranco Ghirlanda SJ (päpstlicher Assistent für den Revisionsprozess der Statuten des Regnum Christi)

„Geht hinaus in die ganze Welt!“

Ein paar Eindrücke vom letzten Tag der Generalversammlung will auch das folgende Kurz-Video geben, es zeigt u.a. den Beginn der Plenarsitzung am 1. Dezember. Zahlreiche Fotos von der ganzen Generalversammlung finden Sie außerdem hier online.

Spiritualität, Gemeinschaft, Mission

Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Mit einer Evangeliumsbetrachtung zu diesen Worten Jesu (Mt 4,19) begannen die Delegierten am Freitag (30. November) 10.00 Uhr einen weiteren Arbeitstag der Generalversammlung im Plenum.

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Während des vorausgegangenen gemeinsamen Gottesdienstes in der Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe fand auch die Aufnahme einer jungen Frau aus den USA ins Regnum Christi statt. In seiner Predigt legte Pater John Pietropaoli LC das Tagesevangelium (Mt 4,18-22) im Zusammenhang mit der Generalversammlung und Aufnahme ins Regnum Christi in drei Punkten aus: Spiritualität, Gemeinschaft, Mission. Die vollständige Predigt von Pater John auf Englisch können Sie hier auf Soundcloud nachhören.

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In der Plenarsitzung am Vormittag wurde die Arbeit an der 3. Ausgabe des Entwurfs der neuen Generalstatuten fortgesetzt (§§ 75 ff.). In diesen Paragraphen wird die sogenannte Präsidentschaft der zukünftigen Föderation des Regnum Christi beschrieben: deren Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben, sowohl auf Generalleitungs- als auch Territorialleitungsebene.

Da diese Themen viele Neuerungen für die Gemeinschaften mit sich bringen, erläuterten zu Beginn Vertreter der Zentralkommission zur Erarbeitung der neuen Statuten im Plenum die entsprechenden Hintergründe, Zielsetzungen und den Stand der Diskussion dazu nach Abschluss des Außerordentlichen Generalkapitels der Legionäre Christi und der einzelnen Generalversammlungen der gottgeweihten Frauen bzw. Männer (fanden statt vom 19. bis 24. November).

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In einer ersten Runde in Arbeitsgruppen trafen sich die Delegierten zunächst innerhalb der vier Zweige im Regnum Christi: Legionäre Christi, gottgeweihte Frauen, gottgeweihte Männer, Laien im Regnum Christi, um intensiv über die § 43, §§ 75 – 83 und §§ 91 – 96 der neuen Generalstatuten zu beraten.

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Am Nachmittag und Abend trafen sich die Delegierten dann in zwei weiteren Runden, um in gemischten Arbeitsgruppen, d.h. zu jeder Arbeitsgruppe gehörten Mitglieder jeden Zweigs, über die am Vormittag vorgelegten Paragraphen der neuen Statuten zu beraten. Ziel dieser Dynamik war es, über die verschiedenen Standpunkte, Erfahrungen, Überlegungen und Meinungen in Austausch zu treten, um später über die Annahme dieser Paragraphen bei der Abstimmung im Plenum fundiert mit entscheiden zu können.

Die neue Satzung für die Laienmitglieder im Regnum Christi

Am 29. November gingen die Arbeiten, direkt im Anschluss an die gemeinsame Eucharistiefeier 9.00 Uhr, an der zukünftigen Satzung für die Laienmitglieder des Regnum Christi im Plenum weiter. Alle Sitzungen des Tages waren Plenarsitzungen, bei denen alle Delegierten anwesend waren und Nummer für Nummer den neuen Text besprachen und darüber abstimmten.

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Diese Satzung („Reglamento de los fieles asociados a la Federación Regnum Christi“) regelt in Zukunft speziell die Belange der Laienmitglieder in der Föderation des Regnum Christi und ist insofern ein ganz neues Dokument für unsere Gemeinschaft, dass sowohl Inhalt der früheren Statuten des Regnum Christi als auch neue Elemente – aufgrund der Zugehörigkeit zur dann Föderation des Regnum Christi – umfasst.

Die Laien verfügen somit in Zukunft über eine eigene Satzung, in der genau beschrieben ist, wie sie das Charisma des Regnum Christi konkret als Laien leben. Die neue Satzung muss dafür am Ende der laufenden Generalversammlung von der Föderation genehmigt werden.

Aus kirchenrechtlicher Sicht stellt die neue Satzung eine Art Sekundärrecht dar, das mit den allgemeinen Statuten der Föderation des Regnum Christi verbunden ist.

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P. Eduardo Robles-Gil LC, P. Andreas Schöggl LC, P. Sylvester Heereman und Francisco Gamez Arcaya (v.l.n.r.)

P. Eduardo Robles-Gil LC und P. Gianfranco Ghirlanda SJ trugen in den Plenarsitzungen verschiedene historische, theologische und kirchenrechtliche Überlegungen zur Gemeinschaft vor, die zur Vertiefung der Themen beitrugen, die in den neuen Satzungen beschrieben sind. Sie gingen außerdem persönlich auf Fragen und Zweifel der Delegierten ein, die sich vor allem mit der Zugehörigkeit der Laienmitglieder in der zukünftigen Föderation befassten.

Nach einem langen Arbeitstag finden sich am Abend alle Delegierten zur Eucharistischen Stunde ein – sehr ergreifend!

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Kanonische Anerkennung der gottgeweihten Frauen und Männer

Gestern, am Vormittag des 28. November, begann der 2. Teil der Generalversammlung des Regnum Christi an dem die Delegierten aller Zweige des Regnum Christi teilnehmen: Legionäre Christi, gottgeweihte Frauen und Männer im Regnum Christi und Laien im Regnum Christi. Die erste Sitzung des Tages im Plenum begann mit einem gemeinsamen Gebet und dem Entzünden von vier Kerzen, die symbolisch sein sollen für die vier Zweige der Gemeinschaft.

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Die Generalversammlung setzt sich aus insgesamt 91 Delegierten zusammen: 37 Legionäre Christi (40,6 Prozent; 16 von Amts wegen, 21 durch Wahl), 30 Laien (33 Prozent; einer von Amts wegen, 29 durch Wahl, davon 13 Frauen und 17 Männer); 18 gottgeweihten Frauen (20 Prozent; sechs von Amts wegen, 12 durch Wahl) und sechs gottgeweihte Männer (6,4 Prozent; alle sechs von Amts wegen). Die Delegierten kommen aus 14 verschiedenen Ländern: Argentinien, Österreich, Brasilien, Kanada, Chile, Italien, Mexiko, El Salvador, Spanien, USA, Philippinen, Frankreich, Venezuela und Deutschland.

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Mit anwesend ist auch bei dieser Generalversammlung P. Gianfranco Ghirlanda SJ, päpstlicher Assistent für den Revisionsprozess der Statuten. In seinen Eröffnungsworten sprach er zu den Delegierten über die Grundlagen der Statuten und betonte die Komplementarität der vier Zweige im Regnum Christi: „Wir befinden uns am Ende eines langen Weges, der mindestens sechs Jahre gedauert und viel Energie erfordert hat. Wir danken vor allem jenen, die mit viel Mühe, Engagement und Geduld die Arbeit der Zusammenfassung aller Teilschritte und die Vorbereitung der Textentwürfe vorangebracht haben. Wir sind auf der Suche nach der am besten geeigneten rechtlichen Form für das Regnum Christi, um die Autonomie und Einheit jedes Zweiges in der Gemeinschaft zu bewahren. Das bedeutet vor allem Vertrauen in Gott, der uns führt.”

„Schauen Sie mit Freude nach vorn”

Am Abend des 27. November hatte 18.30 Uhr der Eröffnungsgottesdienst dieses 2. Teils der Generalversammlung in der Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Rom stattgefunden. Hauptzelebrant war Kurienerzbischof José Rodríguez Carballo OFM (Sekretär der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens).

Er hielt eine große und freudige Überraschung bereit: die offiziellen kirchlichen Dokumente der kanonischen Anerkennung der gottgeweihten Frauen und Männer im Regnum Christi. Die beiden Dekrete beinhalten sowohl die Anerkennung beider Gemeinschaften als „Gesellschaften des apostolischen Lebens“ als auch der jeweiligen Statuten.

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Die kanonische Anerkennung bringt vor allem zum Ausdruck, dass die Berufungen zum gottgeweihten Leben im Regnum Christi ein Geschenk sind und dass die gottgeweihten Frauen und Männer zur Mission der Kirche im Allgemeinen und zur Begegnung mit Gott beitragen.

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Darüber hinaus ermöglicht die kanonische Anerkennung, dass die gottgeweihten Laien nun zusammen mit der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi eine Föderation (die des Regnum Christi als Gesamtorganisation) in der Kirche bilden können, der dann ebenfalls die Laien im Regnum Christi individuell beitreten.

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Auf die kanonische Anerkennung ging Kurienerzbischof Carballos auch in seiner Predigt ein. An die gottgeweihten Frauen und Männer gewandt, sagte er:

„Schauen Sie nach vorn und das mit Freude und Wohlgefühl, denn Gott liebt Sie, und dieser Schritt, den Sie heute gemacht haben, ist ein weiterer Ausdruck der Liebe Gottes für diese Familie des Regnum Christi.

Vermeiden Sie aber bitte auch jede Form des Triumphalismus, denn jede Terminologie und jede spirituelle Vision, die Triumphalismus ausdrücken, sind nicht gemäß dem Evangelium und sollten daher ausgeschlossen sein, denn sie folgen weder dem Evangelium noch der heutigen Entscheidung der Kirche, die demütig auftritt, arm und als Sünderin, und die voller Scham auf so viele Geschehnisse schaut, zu denen es nie hätte kommen sollen. Aus der Erniedrigung hat Christus uns erlöst und aus der Erniedrigung können auch wir selbst zur Erlösung der Menschen beitragen.“

Die ganze Predigt im Originalton (auf Spanisch) können Sie hier auf Soundcloud nachhören.

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Gruppenfoto von der Generalversammlung der gottgeweihten Frauen, vom 19. bis 24. November 2018 in Rom.

Kontinuität und Neuerungen

Von der 2. zur 3. Ausgabe des Statutenentwurfs

Die 3. Ausgabe des Entwurfs der Generalstatuten der zukünftigen Föderation (Gesamtorganisation) Regnum Christi ist der aktuelle Basistext für das Außerordentliche Generalkapitel der Legionäre Christi (19. bis 24. November), die beiden Generalversammlungen der gottgeweihten Frauen und Männer (ebenfalls jeweils vom 19. bis 24. November), und schließlich der Generalversammlung aller unter Teilnahme der delegierten Laien des Regnum Christi (28. November bis 1. Dezember) in Rom. Der Text wurde am 10. Oktober in spanischer und englischer Sprache veröffentlicht.

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Der aktuelle Statutenentwurf ist vor allem ein weiterer Schritt auf dem Weg zur endgültigen kanonischen Gestalt unserer ganzen Gemeinschaft innerhalb der Kirche und ein Ausdruck unseres allgemeinen Wunsches, auch in Zukunft eine große Gemeinschaft zu bilden.

Die 3. Ausgabe steht inhaltlich in Kontinuität zur 1. und 2. Ausgabe des Entwurfs und beinhaltet außerdem neue Elemente. Einige Fragestellungen müssen während der 2. Sitzungsphase der Generalversammlung noch weiter vertieft werden.

Kontinuität

Im Bezug auf die 2. Ausgabe weist die 3. Ausgabe folgende Elemente der Kontinuität auf:

  1. die Existenz eines gemeinsamen Charismas und einer gemeinsamen Mission für das gesamte Regnum Christi,
  2. die Mitverantwortung aller Mitglieder bei der Bewahrung des Charismas,
  3. die Zugehörigkeit der Priesterkongregation der Legionäre Christi auf untrennbare Weise zur Bewegung Regnum Christi,
  4. die Anerkennung der Identität jeder der in der Bewegung vorhandenen Berufungen,
  5. die Anerkennung der Autonomie der gottgeweihten Zweige,
  6. die Beteiligung der Laien auf allen Leitungsebenen mit beratender Stimme
  7. und die Anerkennung der Föderation als die derzeit am besten geeignete rechtliche Konfiguration.

Neuerungen

Im Bezug auf die 2. Ausgabe enthält die 3. Ausgabe folgende Neuerungen:

  1. größere Klarheit bei der Unterscheidung zwischen der Föderation (Gesamtorganisation) des Regnum Christi und dem Regnum Christi als umfassendere spirituelle Realität,
  2. inhaltliche Änderungen in den Paragraphen über die gemeinsame Mission und den gemeinsamen Geist in den Generalstatuten der Föderation,
  3. eine Föderation der Koordination und Leitung,
  4. eine kollegiale Leitung der Föderation des Regnum Christi.

Weitere wichtige Punkte

Von besonderer Bedeutung ist innerhalb der Föderation die Frage nach der möglichen Zuweisung apostolischer Aufgaben und Werke.

In Sitzungen im Juli und September 2018 analysierten die drei Generalleitungen den Fortschritt der von der technischen Kommission (Dekret DG-RC 0183-2018) zu dieser Frage durchgeführten Studie. Die Kommission hat ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen, der Stand der Dinge ist der folgende:

  1. Unter den drei Generalleitungen wurde ein breiter Konsens darüber erzielt, dass jeder Zweig im Regnum Christi (Legionäre Christi, gottgeweihte Frauen oder gottgeweihte Männer) auch Eigentümer seiner eigenen Niederlassungen sein sollte und die volle Verantwortung für den Unterhalt des Zweiges selbst übernimmt. Es besteht auch Einvernehmen darüber, dass die Organe der Föderation nicht nur für das Leben der Regnum-Christi-Sektionen verantwortlich sind, sondern auch die Leitung der Evangelisierungsarbeiten übernehmen sollen, die mit dem Leben der Sektionen und der Führung der Arbeitsteams der Föderation zusammenhängen, die im Dienst des ganzen Regnum Christi stehen.
  2. Bezüglich der Zuweisung von Bildungswerken (z.B. Schulen, Universitäten) zu einem Zweig wurde noch keine Einigung über das vorzuschlagende Modell erzielt. Die Kommission arbeitet weiterhin an der Entwicklung der drei möglichen Modelle (vollständige Zuweisung, vollständige Zuweisung und Codirektion, Miteigentum). Diese Modelle werden dem Generalkapitel und den Generalversammlungen im November 2018 vorgestellt, damit diese sich dazu äußern können. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man voraussagen, dass auf jeden Fall eine längere Zeit der praktischen Umsetzung erforderlich sein wird, berücksichtigt man die verschiedenen konkreten Bedingungen in jeder Ordensprovinz.
  3. Bezüglich Punkt 2. ist daran zu erinnern, dass das Generalkapitel und die Generalversammlungen im November ihrem Wesen nach die Aufgabe haben, einen Rechtsrahmen zu schaffen aber nicht bestimmte Entscheidungen zu treffen oder bestimmte Regierungsakte auszuführen.
  4. Es gibt außerdem noch Themen, über die die Diskussion noch nicht abgeschlossen ist, und wahrscheinlich wird man sich im November 2018 nicht zu allen Fragen bezüglich der Apostolatswerke einigen und dazu Beschlüsse fassen können. Trotzdem sind die drei Generalleitungen der Auffassung, dass die Bildung und Umsetzung der „Föderation Regnum Christi“, mit den in der aktuellen 3. Ausgabe des Entwurfs der Gesamtstatuten vorgestellten Merkmalen und Attributen, ein möglicher und angemessener Schritt zum Wohl des gesamten Regnum Christi und der drei geweihten Zweige ist.

Die Laienmitglieder im Regnum Christi

Gemäß der 3. Ausgabe des Entwurfs der Generalstatuten sind die Laienmitglieder ein konstitutiver Bestandteil des gesamten Regnum Christi. Sie werden Mitglieder der Föderation (Gesamtorganisation) des Regnum Christi indem sie sich dieser als Einzelpersonen anschließen. Außerdem beteiligen sich die Laien aktiv an der Leitung der Gesamtgemeinschaft. Sie können sich mit konsultativen Stimmrecht sowohl an den Territorial- als auch an den Generalleitungsorganen beteiligen.