Vorbesprechung des Statutenentwurfs in Düsseldorf

In Vorbereitung auf die Territorialversammlung vom 9. bis 12. November in Bad Münstereifel trafen sich Mitglieder des Regnum Christi aus Nordrhein-Westfalen am 26. September zu einer Vorbesprechung in Düsseldorf (Foto). An der Besprechung nahmen außerdem P. Daniel Weber LC und Renee Pomarico (gottgeweihte Frau im Regnum Christi) teil.

2017-09-26, Treffen von RC-Mitgliedern in Düsseldorf 02.jpg

Svenja Nonnenmacher und Beate Scheilen hatten die thematischen Beiträge ausgearbeitet und brachten den Mitgliedern die Inhalte und den Ablauf der Territorialversammlung nahe.

Unter den Teilnehmern waren drei der gewählten Delegierten des Regnum Christi für die Territorialversammlung. Diese nutzten die Vorbesprechung, um mit den Mitgliedern über den aktuellen Statutenentwurf zu sprechen und deren Meinung dazu einzuholen, die sie dann in die Versammlung mit einbringen wollen.

Bei der Territorialversammlung im November wird der Textentwurf nicht erneut Punkt für Punkt besprochen werden. Stattdessen gibt es einen Fragenkatalog zu den Schwerpunkt-Themen. Dieser Fragenkatalog liegt den Mitgliedern bereits in einer Arbeitsfassung (Übersetzung aus dem Spanischen) vor. Die Delegierten werden dann im November darüber entscheiden, ob eine bestimmte Aussage, z.B. zum Charisma, durch den Statutentext angemessen widergegeben wird.

Es ist sehr erwünscht, dass alle Laienmitglieder sich insbesondere zu der Verantwortung der Laien für das Charisma und zu der Beteiligung der Laien in Gremien und an Leitungsämtern eine Meinung bilden und diese äußern. Jedes Mitglied sollte seine Meinung, Vorschläge und Fragen in die Territorialversammlung einbringen. Dies kann über die Delegierten oder – in Nordrhein-Westfalen – speziell über Frau Nonnenmacher oder Frau Scheilen erfolgen, die die Beiträge sammeln und weiterleiten werden.

Das nächste Treffen der Laienmitglieder des Regnum Christi zur Vorbereitung der Territorialversammlung findet am 24. Oktober, ab 19.00 Uhr, in Düsseldorf statt, Beginn mit der hl. Messe.

Video: Das Regnum Christi zukunftsfähig machen

Was ist der Kern des Charismas des Regnum Christi und welche Strukturen braucht die Apostolatsbewegung, um als Gemeinschaft in die Zukunft gehen zu können? Um diese Fragen geht es im Wesentlichen bei der Revision des Entwurfs der Generalstatuten des Regnum Christi in den verschiedenen Territorialversammlungen. Die gemeinsame Territorialversammlung dazu für West- und Mitteleuropa findet vom 9. bis 12. November 2017 in Bad Münstereifel statt.

Im Video spricht P. Sylvester Heereman LC (seit Februar 2014 Mitglied des Generalrates der Legionäre Christi und des Generalkomitees des Regnum Christi) vor allem darüber, was von den Territorialversammlungen zu erwarten ist, was die Mitglieder des Regnum Christi – jeder einzelne – dazu beitragen können und sollen, bringt die allgemeinen Zusammenhänge zum Revisionsprozess in Erinnerung und ruft dazu auf, diesen Weg weiterhin im Gebet mit zu tragen.

Einberufung der Territorialversammlungen 2017

Brief von P. Andreas Schöggl LC (Territorialdirektor) zur Einberufung der Territorialversammlungen (West- und Mitteleuropa) im November 2017 zur Revision des Entwurfs der Generalstatuten des Regnum Christi.


Pater-Andreas-3c

 

Prot. Eur-RC 00026-2017
Clas. III.5.1
Düsseldorf, 9. September 2017

An die Legionäre Christi,
an die Gottgeweihten Frauen des Regnum Christi,
an die Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs des Regnum Christi
des Territoriums „West- und Mitteleuropa“

Liebe Freunde in Christus,

ich grüße Sie ganz herzlich. Hiermit möchte ich Ihnen die Zusammensetzung für die Territorialversammlungen zur Revision des Entwurfs der Generalstatuten des Regnum Christi mitteilen. Die gemeinsame Territorialversammlung wird von Donnerstagmittag, den 9. November 2017, bis Sonntagmittag, den 12. November, in Bad Münstereifel stattfinden. Unmittelbar danach folgen die Versammlungen der Legionäre und der Gottgeweihten. Mit diesem Brief werden zugleich sowohl die gemeinsame Versammlung als auch die Versammlung der Legionäre Christi, welche unter die Zuständigkeit des Territorialdirektors fallen, offiziell einberufen.

Wir haben die Wahlen nach dem Reglement durchgeführt, das von der Generalleitung erlassen worden ist, und die gewählten Kandidaten nach ihrer Verfügbarkeit befragt (einige mussten aufgrund unaufschiebbarer Verpflichtungen anderer Art auf ihre Teilnahme verzichten). Somit ergibt sich für die Zusammensetzung der Versammlungen folgendes Bild:

Gemeinsame Territorialversammlung des Regnum Christi

Von Amts wegen Delegierte

  1. Andreas Schöggl
  2. Paul Habsburg
  3. Anton Vogelsang
  4. George Elsbett
  5. Thomas Brenti
  6. Jacinta Curran
  7. Eugenia Álvarez
  8. Renee Pomarico
  9. Melanie Zoll
  10. Georg Hülsenbeck

Delegierte, die vom Wahlkollegium der Oberen, Rektoren und Novizenmeister der Legionäre Christi gewählt wurden

  1. Matthew Devereux

Ersatzmitglied

  1. Bertalan Egervári

Delegierte, die vom Wahlkollegium der Legionäre Christi gewählt wurden, die keine Oberen sind

  1. Vincent McMahon
  2. Martin Baranowski
  3. Georg Rota
  4. Klaus Einsle

Ersatzmitglied

  1. Karl Maurer

Delegierte der Gottgeweihten Frauen, die gewählt wurden

  1. Caroline Wilders
  2. Clarisse Desclèves
  3. Chantal de Baillenx

Eine Delegierte kommt von außerhalb des Territoriums

Aufgrund der Bitte der Generaldirektorin der gottgeweihten Frauen werden wir in unserer Versammlung auch eine Vertreterin der Gemeinschaft der gottgeweihten Frauen aufnehmen, die am Sitz der Generaldirektorin wohnen und nicht dem Generalrat angehören, da es für sie keine eigene Territorialversammlung gibt:

  1. Mary Patt Pirie

Delegierte Laien, die gewählt wurden

  1. Karl-Olaf Bergmann
  2. Emmanuelle de la Guillonnière
  3. Sebastian Hoogewerf
  4. Anna Ballestrem
  5. Nicole Guerin
  6. Beate Scheilen
  7. Foucault de Bellabre
  8. Hubert Gatzweiler
  9. Georg Grötsch
  10. Angelika Knauf
  11. Olivier de Rosmorduc
  12. Linda Gomulka
  13. Fergal McDonough
  14. Martina Parzinger
  15. Caroline Terrenoir
  16. Grzegorz Cempla

Ersatzmitglieder:

Camille Conquer
Jérémie Coulibaly
Georg Karbig

Eine Person wurde vom Territorialdirektor geladen, um an der gemeinsamen Territorialversammlung und der Versammlung der Legionäre Christi teilzunehmen

Das Reglement sieht vor, dass der Territorialdirektor ein Mitglied zur Teilnahme ohne beratendes und entscheidendes Stimmrecht einladen kann, das von Amts wegen teilnehmen sollte, das aber zu diesem Amt erst ernannt wurde, nachdem der Wahlprozess abgeschlossen war (wie es auf unseren Territorialsekretär zutrifft):

  1. Nicholas Fisher

Delegierte der gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs

Wie es das Reglement für Territorien vorsieht, in denen es keine Gemeinschaft von gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs gibt, und in Übereinstimmung mit deren Generaldirektor wird aus ihrem Kreis mit beratendem, nicht aber entscheidendem Stimmrecht teilnehmen:

Matthew Devoy

Die gemeinsame Territorialversammlung wird vom Territorialdirektor moderiert. P. Anton Vogelsang wird die Funktion des Sekretärs übernehmen und darin von Eva Gloserová unterstützt. Simultanübersetzungen werden in englischer, französischer und deutscher Sprache angeboten.

Territorialversammlung der Legionäre Christi

Die Territorialversammlung wird vom 13. bis zum 15. November in Bad Münstereifel stattfinden und den Vorgaben des Reglements und dem Ergebnis der Wahlen entsprechend folgendermaßen zusammengesetzt sein:

  1. Andreas Schöggl
  2. Paul Habsburg
  3. Anton Vogelsang
  4. George Elsbett
  5. Thomas Brenti
  6. Georg Hülsenbeck
  7. Thiemo Klein
  8. Matthew Devereux (Ersatzmitglied: P. Bertalan Egervári)
  9. Vincent McMahon
  10. Martin Baranowski
  11. Georg Rota
  12. Klaus Einsle
  13. Karl Maurer
  14. Michael Duffy
  15. Mariusz Kielbasa
  16. Bennet Tierney
  17. Rogelio Villegas
  18. Fergus O’Carroll

Ersatzmitglieder (der gewählten Delegierten)

  1. Chad Everts
  2. Aaron Vinduska
  3. Thomas Gögele

Territorialversammlung der gottgeweihten Frauen des Regnum Christi

Die Territorialversammlung wird vom 13. bis zum 15. November in Essen-Stiepel (Deutschland) stattfinden. An ihr werden dieselben gottgeweihten Frauen teilnehmen, die an der gemeinsamen Versammlung teilgenommen haben. Für die offizielle Einberufung ist die Territorialdirektorin zuständig.

Vorbereitung der Territorialversammlungen

In den nächsten Tagen werden alle Delegierte die Texte sowie einige Hinweise darüber erhalten, wie sie sich auf die Teilnahme an den Versammlungen vorbereiten können, einschließlich der Übersetzung des Entwurfs der Generalstatuten in deutscher und französischer Sprache. Schon jetzt bedanke ich mich für ihr Engagement in dieser Sache und erinnere daran, dass die Territorialversammlungen beratenden Charakter besitzen. Die endgültigen Entscheidungen werden in den Generalversammlungen gefällt.

Den Delegierten werden wir praktische Hinweise für Ihren Aufenthalt in Bad Münstereifel zukommen lassen. Wie beim letzten Mal können die Männer in der Apostolischen Schule übernachten. Für die Frauen wird für verschiedene Unterkünfte in der Stadt gesorgt.

Ich lade auch alle übrigen Legionäre Christi, gottgeweihte Frauen und Laienmitglieder dazu ein, den gegenseitigen Austausch zu pflegen und Vorschläge zu machen.

Die Generalleitung hat alle Texte sowie ausführliche Einleitungen und Erklärungen in spanischer und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Wer diese Sprachen ausreichend beherrscht, ist sehr gerne eingeladen, die Webseite www.rcstatutes.org zu besuchen.

Insbesondere empfehle ich diese neue Etappe der Revision der Statuten Ihrem Gebet, damit der Heilige Geist uns bei dieser Arbeit zum Wohl des Regnum Christi und der Kirche erleuchte.

Ich bete für Sie und verbleibe mit einem herzlichen Gruß in Christus und der Bewegung,

Pater Andreas Schöggl LC

Der noch vor uns liegende Weg

Brief von P. Eduardo Robles Gil LC, Jorge López und Gloria Rodríguez über die 2. und 3. Etappe zur Erstellung der neuen Gesamtstatuten des Regnum Christi.

Am 12. Oktober 2016 haben die Leiter der Legionäre Christi und der gottgeweihten Frauen und Männer des Regnum Christi einen gemeinsamen Brief an alle Mitglieder geschrieben, den wir nun auch in deutscher Übersetzung veröffentlichen.

Sie lassen den bisherigen Prozess zur Erstellung der neuen Gesamtstatuten des Regnum Christi revuepassieren und teilen mit, dass mit der Internationalen Versammlung der Laienmitglieder des Regnum Christi im Juni 2016 in Rom die erste Etappe abgeschlossen wurde.

In der nun beginnenden zweiten Etappe werden die verschiedenen Vorschläge kirchenrechtlich überarbeitet und ein Entwurf der neuen Regnum-Christi-Statuten erstellt, der im Mai 2017 vorliegen wird.

Danach folgt die Validierung durch die einzelnen Zweige im Regnum Christi und durch eine Generalversammlung des Regnum Christi (dritte Etappe, bis April 2018) sowie die Vorlage des Textes zur Approbation beim Heiligen Stuhl (vierte und letzte Etappe).

Eduardo Robles Gil, Gloria Rodríguez und Jorge López laden alle Mitglieder des Regnum Christi ein, diesen Weg mit Interesse, Offenheit, Gottvertrauen und Gebet sowie mit nicht nachlassendem Engagement für den Evangelisierungsauftrag der Bewegung weiterzugehen.

2016-10-12-jorge-lopez-p-eduardo-robles-gil-lc-y-gloria-rodriguez-01

Jorge López, P. Eduardo Robles-Gil LC  und Gloria Rodríguez


 

Dein Reich komme!

Prot. DG-RC 0349-2016
Clas. III.5.10

12. Oktober 2016

An die Gottgeweihten Frauen des Regnum Christi
An die Gottgeweihten Laien vom männlichen Zweig des Regnum Christi
An die Legionäre Christi
An alle Laienmitglieder der Bewegung

Liebe Freunde in Christus,

in vielen Ländern feiert heute die Kirche die allerseligste Jungfrau Maria, wobei die Volksfrömmigkeit hierfür unter verschiedenen Titeln und Anrufungen überall innige Ausdrucksformen findet. Unter ihrem mütterlichen Blick wenden wir uns an alle Mitglieder des Regnum Christi, um uns gemeinsam den Weg in Erinnerung zu rufen, den wir in den letzten Jahren im Rahmen des Redaktionsprozesses der Generalstatuten der Bewegung zurückgelegt haben. Außerdem möchten wir Ihnen mitteilen, welche Schritte wir in den nächsten Monaten gemeinsam tun werden, und schließlich ein paar Haltungen empfehlen, die Ihnen bestimmt helfen werden, diese Zeit für Ihre persönliche Heiligung gewinnbringend einzusetzen und den Dienst der Bewegung an unseren Mitmenschen und an der Kirche fruchtbar zu machen.

(1) Der bisher zurückgelegte Weg

Im November und Dezember 2013 haben die Generalversammlungen der Gottgeweihten Frauen und der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs, ebenso wie im Januar und Februar 2014 das Generalkapitel der Legionäre Christi, ihr Selbstverständnis zum Ausdruck gebracht, Teil der Bewegung Regnum Christi zu sein, an einem gemeinsamen Charisma teilzuhaben sowie ein und dieselbe Spiritualität und Sendung mit weiteren katholischen Gläubigen zu teilen, die diese gemäß ihrer eigenen Berufung leben. Diese gegenseitige Ergänzung der Berufungen sahen wir als eine Kraft an, die der Bewegung verliehen ist und die sich besonders positiv auf die Evangelisierung auswirkt. Gleichzeitig erkannte das Generalkapitel „die eigene Leitung der gottgeweihten Zweige als einen Fortschritt zugunsten der Konsolidierung des gesamten Regnum Christi“ an (CCG 2014, 28).

Am 19. März 2014 wurde das Generalleitungskomitee des Regnum Christi gebildet mit dem Ziel, „dass alle Zweige der Bewegung Regnum Christi gemeinsam am Evangelisierungsauftrag der Bewegung mitwirken und dafür Verantwortung übernehmen“ (Regierungsakt Nr.1/2014). Weiterhin genehmigten wir die Rahmenordnung für die Zusammenarbeit in der Sendung, die eine „einstweilige Lösung ist und der Notwendigkeit entspringt, kurzfristig den Anforderungen zu entsprechen, die bei der Koordinierung unserer Sendung in der Evangelisierung entstehen“ (Brief vom 19. März 2014, spanisch). Von dieser haben wir uns während der letzten zweieinhalb Jahre leiten lassen und dadurch Hilfestellung erfahren und gelernt, die Bewegung gemeinsam zu leiten.

Am 3. Juli 2014 hat die Kongregation für die Institute Geweihten Lebens und die Gesellschaften Apostolischen Lebens die Ernennung unseres Päpstlichen Assistenten, Pater Gianfranco Ghirlanda S.J., bekanngemacht und ihm insbesondere die Aufgabe zugewiesen, uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um „eine angemessene kanonische Rechtsform für […] das Regnum Christi und eine geeignete Beziehung unter den verschiedenen Berufungen, die ihm angehören, zu finden“ (Brief des Generaldirektors an die Legionäre Christi vom 3. Juli 2014, spanisch).

Am 2. Oktober 2014 wurde der Redaktionsprozess der Generalstatuten des Regnum Christi offiziell eingeleitet. Diese Statuten sollten eine Beschreibung des Charismas und der Spiritualität enthalten und ebenso „die am besten geeignete rechtliche Ausgestaltung, um jene Einheit zu fördern, die […] in der gemeinsamen Sendung besteht (Brief des Generaldirektors an die Mitglieder des 1. und 2. Grades des Regnum Christi, 2. Oktober 2014). Während der ersten Etappe sollten die Laienmitglieder des ersten und zweiten Grades zum Ausdruck bringen, wie sie das Charisma des Regnum Christi leben –in ganz ähnlicher Weise wie es die Generalversammlungen und das Generalkapitel getan haben.

Die Territorialversammlungen während der ersten Monate dieses Jahres stellten einen wichtigen Meilenstein innerhalb dieses Prozesses dar, an dem sich alle Mitglieder beteiligen konnten. Bei den Versammlungen warten auch einige Legionäre und gottgeweihte Mitglieder dabei und konnten so ihre Erfahrung einbringen, die sie im Dienst und beim Aufbau der Bewegung im Laufe der Jahre erworben hatten. Bei den Territorialversammlungen wurde die Mehrzahl der Delegierten gewählt, die an der Internationalen Versammlung der Laienmitglieder teilnahmen. Diese fand in Rom um das Herz-Jesu-Fest statt, das den Abschluss des Jubiläumsjahres bildete, das wir anlässlich der 75 Jahre unserer Gründung begingen.

Die erste Etappe des Redaktionsprozesses fand mit der Internationalen Versammlung in Rom ihren Abschluss. Am 4. Juni wurden in einem Brief des Generaldirektors die wichtigsten Ergebnisse, zu denen die Laienmitglieder des Regnum Christi gelangt waren, mitgeteilt. Darunter ist hervorzuheben, dass einige wesentliche Bestandteile der Identität der Mitglieder des Regnum Christi bestätigt wurden, so zum Beispiel das geistliche Leben als fortschreitende Entwicklung des göttlichen Lebens, die die Mitglieder zur Gleichgestaltung mit Christus führt; die ganzheitliche Ausbildung; das Apostolat als Antwort auf den inneren Ruf zur Evangelisierung; die persönliche Begleitung; und das Teamleben. Die Laienmitglieder hatten den ausdrücklichen Willen, keine eigenständige juristische Person zu bilden. Sie haben sich dafür entschieden, sich als Einzelpersonen an das Regnum Christi als Ganzes und nicht an einen seiner gottgeweihten Zweige zu binden. Als Träger des Charismas der Bewegung bekundeten sie ihren Willen, aktiv und verantwortungsbewusst auf den verschiedenen Ebenen der gemeinsamen Leitungsgremien der Bewegung Regnum Christi mitzuwirken und insbesondere bei Entscheidungen, die ihre eigene Lebensweise betreffen, mitzubestimmen.

Vom 28. Juni bis zum 1. Juli fand in Rom die 2. Gemeinsame Vollversammlung der Generalräte des Regnum Christi statt, an der die jeweiligen Mitglieder der Generalleitungen der gottgeweihten Zweige und einige Laienmitglieder teilnahmen. Wie uns unser Generaldirektor in seinem Brief vom 2. Juli mitgeteilt hat, wurden hierbei die Ergebnisse des Generalkapitels und der Generalversammlungen von neuem überdacht und die Beiträge der Internationalen Versammlung der Laienmitglieder erörtert. Wir hatten die Gelegenheit, aus der Erfahrung anderer kirchlicher Gruppen zu lernen, die – wie wir – ein gemeinsames Charisma besitzen, das auf verschiedene Weisen gelebt wird. Das half uns zu verstehen, welche kirchenrechtliche Gestalt sie derzeit haben, welchen Weg sie zurückgelegt haben, um dorthin zu kommen, und was diese praktisch für ihr Leben und ihre Sendung bedeutet.

Die Zentralkommission stellte uns einige Kriterien für die Redaktion der Generalstatuten vor, und diese wurden anschließend von den Teilnehmern bestätigt. Ebenso erwogen wir verschiedene rechtliche Gestalten, die nach derzeitigem Kirchenrecht möglich sind. So konnten wir deren jeweilige Vor- und Nachteile einschätzen, so weit wie möglich verstehen, was jede von ihnen mit sich bringt, und uns auf eine wohlinformierte Entscheidung zugunsten jener Rechtsform vorbereiten, die das Charisma der Bewegung am ehesten ausdrückt, es schützt, bewahrt und fördert. Bei unseren Überlegungen über die verschiedenen Optionen in Bezug auf Leitung und Verwaltung suchten wir nach dem, was am ehesten die Einheit und Zusammenarbeit in der Sendung fördert, die Teilnahme aller am Charisma und die entsprechende Mitverantwortung, sowie die Autonomie im internen Leben der Zweige, d.h. der Legionäre, der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs und der Gottgeweihten Frauen. Solche Erwägungen hatten stets Vorang gegenüber lediglich organisatorische Fragen.

Im vergangenen September fand in Rom die Versammlung der Territorialdirektoren statt, bei der wir den genannten Oberen in konzentrierter Form die Erfahrung vermitteln wollten, die wir bei der Gemeinsamen Vollversammlung der Generalräte des Regnum Christi gemacht hatten, und bereit waren, ihre Anmerkungen entgegenzunehmen. Gemeinsam dachten wir über die Identität und Sendung nach, die uns der Herr zum Wohl der Kirche geschenkt hat, und wie es gelingen kann, sie in den Generalstatuten „die eigene Berufung und Eigenart“ der Bewegung, die „in den Grundnormen […] über die Leitung des Instituts und über die Lebensordnung der Mitglieder, über Eingliederung und Ausbildung der Mitglieder enthalten sind […] möglichst getreu zu erhalten“ (vgl. can. 587 CIC).

Da dieser Prozess nicht von bloß theoretischen Erwägungen, sondern von einer gelebten Geschichte ausgeht, hat Salvatore Bonventre, Mitarbeiter im Historischen Generalarchiv , uns eine Quellenstudie über die Beziehung zwischen den Legionären Christi und der Bewegung und deren Entwicklung im Laufe der Zeit präsentiert.

Auch wurden mit den Territorialdirektoren die von der Gemeinsamen Vollversammlung vorgeschlagenen Redaktionskriterien besprochen und bestätigt. Eine gewisse Zeit widmeten wir dem Studium und der Diskussion der für die Bewegung zur Wahl stehenden Verwaltungs- und Leitungsmodelle wie auch möglicher kirchenrechtlicher Optionen, was jedoch noch des Gebets, der Reflexion und Prüfung bedarf.

Wir haben uns aber für keine der Möglichkeiten entschieden, die uns das geltende Recht zur Auswahl stellt, da das ein Aufgabe ist, die der Generalversammlung des Regnum Christi sowie, in deren Vorfeld, dem Außerordentlichen Generalkapitel der Legionäre Christi und den Außerordentlichen Generalversammlungen der gottgeweihten Mitglieder zukommt. Was allerdings vom juristischen Standpunkt aus gesehen am ehesten dem entspräche, was uns der Verlauf des Erneuerungswegs, unsere längere Geschichte und die Erfahrung der letzten zweieinhalb Jahre lehrt, ist, dass es sich bei der Bewegung Regnum Christi um eine Föderation dreier gottgeweihter Zweige handelt, der sich Laienmitglieder unmittelbar als Einzelpersonen anschließen.

Diese kanonische Gestalt scheint am ehesten sowohl die Einheit der Bewegung als auch ihre Wirksamkeit im Apostolat zu gewährleisten, dank gemeinsamer Leitungsgremien, an denen alle teilnehmen können, wie auch aufgrund der rechtmäßigen Selbständigkeit im internen Leben der einzelnen Zweige, d.h. der Legionäre Christi, der Gottgeweihten Frauen und der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs. Zugleich ist es nach diesem Schema möglich, dass jeder Zweig auch über die Güter verfügt, die es ihm gestattet, seinen Zweck so zu erfüllen, wie er in den Konstitutionen und Statuten festgelegt ist.

Wir, die Generaldirektoren und unsere Räte, sind uns bewusst, dass bei dem Gedanken, dass das Regnum Christi sich vom kirchenrechtlichen Standpunkt aus gesehen die Gestalt einer Föderation geben könnte, der eine oder andere sich unwohl fühlen oder gewisse Vorbehalte hegen könnte. Wenn Neues ansteht, gibt es normalerweise solche Reaktionen. Unserer Meinung nach sollten wir uns daher alle die Mühe machen – ehe wir voreilige Schlüsse ziehen, die uns den Frieden rauben –, uns angemessen darüber zu informieren, was dieser Schritt beinhaltet und was nicht, damit unsere Fragen und Sorgen wohlinformiert sind. Im Entwurf wird auf jeden Fall angegeben werden, aus welchen Gründen bestimmte Vorschläge bevorzugt werden.

Es ist klar, dass die konkret Ausgestaltung einer Föderation sowie die Frage ihrer Errichtung in ihrer Tragweite noch zu prüfen sind. Das trifft ebenso auf die Bestimmung dessen zu, was uns allen gemeinsam und was jedem Zweig eigen ist, wie auch auf die Gestaltung und Zuständigkeit der Leitungsgremien. Gleiches gilt insofern, als der Entwurf aussagen muss, wodurch die Einheit, die unserem Charisma und unserer Sendung entspricht, geschützt und gewährleistet wird. Weiterhin muss der Entwurf auch das Erbe bewahren, das wir uns im Laufe des Erneuerungswegs erworben haben.

2016-10-18-graphik-camino-al-estatuto-rc-01-dt-fassung

(2) Der noch vor uns liegende Weg

Mit dem Abschluss der Internationalen Versammlung der Laienmitglieder hat die zweite Etappe des Wegs der Erarbeitung der von der Zentralkommission vorgeschlagenen Generalstatuten begonnen. Ziel dieser Etappe ist es, den Entwurf der Statuten so zu verfassen, dass er die bisher gewonnenen Überzeugungen nach den eben erläuterten Kriterien zusammenfasst.

Die enge Verbindung zwischen der Redaktion des Entwurfs und der Erfahrung, die wir in der Leitung der Bewegung und ihrer gottgeweihten Zweige erworben haben, ist unleugbar. Der Empfehlung der Mitglieder der Zentralkommission für die Redaktion der Statuten folgend hat deswegen der Generaldirektor nach Anhörung des Generalleitungskomitees des Regnum Christi die Kommission aufgelöst und ihre Aufgaben dem Generalleitungskomitee des Regnum Christi übertragen. Der Entwurf wird also vom Generalleitungskomitee mithilfe des Päpstlichen Assistenten und der Unterstützung eines unter dem Vorsitz von Pater Sylvester Heereman stehenden Redaktionsteams erarbeitet werden. Ich möchte den Mitgliedern der Kommission für die qualitativ hochwertige Arbeit und für ihren aufrichtigen und verantwortungsbewussten Einsatz, den sie in dieser Phase bewiesen haben, öffentlich meinen Dank aussprechen.

Der Entwurf der Statuten wird voraussichtlich bis Mai 2017 zum Versand an alle Mitglieder bereit sein. Damit wird dann die dritte Etappe des Prozesses eingeleitet werden, die darin besteht, dass die Mitglieder aller Zweige den Entwurf einer Revision unterziehen. Das wird nach verschiedenen Modalitäten geschehen.

Zunächst werden sich alle Mitglieder mit dem Entwurf persönlich oder in kleinen Gruppen, in Teams, Gemeinschaften oder auch in ihren Niederlassungen vor Ort eingehend vertraut machen, ihn kennen lernen und über ihn nachdenken. In einer zweiten Phase werden von September bis November 2017 Territorialversammlungen des Regnum Christi stattfinden. An ihnen werden Legionäre, Gottgeweihte Frauen, Gottgeweihte Laien vom männlichen Zweig und Laien, alle mit Sitz und Stimme, teilnehmen. Allerdings muss die Geschäftsordnung mit den genaueren Regeln hierfür noch verfasst werden. Die dritte Phase wird im April 2018 beginnen, wenn eine Generalversammlung des Regnum Christi gehalten wird, an der Vertreter aller zur Bewegung gehörigen Lebensformen teilnehmen werden. Ihre Aufgabe wird es sein, die Generalstatuten einer Revision zu unterziehen, sie zu genehmigen und dem Heiligen Stuhl zu dessen Approbation vorzulegen.

Ebenso ist vorgesehen, dass die Legionäre Christi unmittelbar vor der Generalversammlung des Regnum Christi ein Außerordentliches Generalkapitel und auch die Gottgeweihten Laien vom männlichen Zweig sowie die Gottgeweihten Frauen jeweils eine Außerordentliche Generalversammlung abhalten. Die Generaldirektoren der Zweige werden diese in Übereinstimmung mit dem jeweiligen Eigenrecht einberufen. Im Fall der Legionäre und der Gottgeweihten Frauen setzt dies vorangehende Territorialversammlungen voraus. Auf diese Art und Weise werden alle Legionäre und gottgeweihten Mitglieder die Möglichkeit haben, durch ihre Vertreter ihre Stellungnahme zum Entwurf der Statuten in jenem Gremium abzugeben, das die höchste Autorität der Kongregation und der Vereinigungen der gottgeweihten Mitglieder darstellt.

(3) Wie wir diese Zeit leben sollten

Wie Sie feststellen können, werden 2017 und 2018 intensive Arbeitsjahre werden, die der Vorbereitung der Territorialversammlungen und der Generalversammlung dienen. Deswegen möchten wir Ihnen einige Empfehlungen mitgeben, damit wir alle diese Zeit tatsächlich als einen Moment der Gnade nutzen und nicht der Versuchung erliegen, uns in den rein praktischen Elementen zu verlieren.

An erster Stelle ermutigen wir alle, diesen Prozess mit einer kontemplativen und evangelisierenden Haltung zu leben. Wir müssen uns im Glauben vergegenwärtigen, dass das, worum der Herr uns durch die Vermittlung der Kirche und die Zeichen der Zeit gebeten hat, Ausdruck seiner Liebe ist und seine Liebe darin entdecken. Nur wenn wir die Gabe, die wir empfangen haben, von diesem übernatürlichen Standpunkt aus betrachten, werden wir dafür bereit sein, als Vermittler auftreten und dabei helfen zu können, das Charisma des Regnum Christi im Heute der Heilsgeschichte Gestalt annehmen zu lassen. Wenn wir vom Glauben ausgehen, bietet uns dieser Prozess eine Chance zur inneren Erneuerung und dazu, dem Enthusiasmus für die Sendung, die der Herr uns anvertraut, neuen Glanz zu verleihen.

An zweiter Stelle laden wir wirklich alle dazu ein, die Dinge reiflich zu bedenken und dadurch über subjektive Sichtweisen hinauszugehen. Es geht darum, dass wir uns – wenn man so will – für die Katholizität der Bewegung öffnen, einer Bewegung, die berufen ist inmitten verschiedener kultureller Kontexte und historischer Umstände Gestalt anzunehmen. Das verlangt von uns eine gute Portion des Freiwerdens und des Vertrauens auf den Herrn, zugleich aber auch einen übernatürlichen Sinn, der eine Gabe Gottes ist und dazu befähigt, das herauszulesen, was für die Identität und Sendung des Regnum Christi wahrhaft wesentlich ist und somit unser Charisma, die Spiritualität, den Lebensstil und die Sendung der Bewegung besser beschreiben zu können.

Wahrscheinlich kann man das Charisma und die Spiritualität der Bewegung nicht auf perfekte Weise formulieren, denn in Bezug auf übernatürliche Dinge ist unsere Sprache immer begrenzt. Ähnliches gilt in Bezug auf unsere kanonische Gestalt. Genauso wenig scheint es realistisch zu hoffen, dass alle mit der Formulierung vollkommen zufrieden sein werden. Statt aber nach Gründen zu suchen, weswegen etwas nicht funktionieren kann, sollten wir eher danach fragen, was die Bewegung innerhalb unserer jetzigen Möglichkeiten tatsächlich zum Funktionieren bringt – was wichtiger ist. Es ist nachvollziehbar und sogar ein gesundes Zeichen, wenn Argumente gegen die Vorschläge des Entwurfs eingebracht werden. In jedem Fall sind alle eingeladen, sich zu informieren und das, was vorgeschlagen wird, zu verstehen, anzuerkennen, was wir im Erneuerungsprozess schon erworben haben, und alternative Lösungsvorschläge zu machen.

An dritter Stelle bitten wir alle darum, diesen Prozess mit ihrem Gebet und der konkreten Umsetzung unseres Charismas im Leben zu unterstützen, untereinander einen vertrauensvollen Austausch und vor allem die Erfahrung zu fördern, die entsteht, wenn man sich für den Sendungsauftrag und den Dienst am Nächsten einsetzt. Wir hoffen, dass dieser Prozess uns allen dabei hilft, die Schönheit unserer Berufung und Sendung wiederzuentdecken. Wir können die Gelegenheit nutzen, um in der Tiefe unseres Herzens die gute Saat auszustreuen und auf diese Weise die Freude an einer gemeinsamen Arbeit zu erfahren, die die Einheit, die von unserer gemeinsamen Berufung ausgeht, immer mehr zeigt. Wenn unsere Wertschätzung und unser Verständnis für die Einheit in der Verschiedenheit wächst, also für das, was jede Berufung zur Bewegung beisteuert, wird unsere Lebensweise vielen Menschen dazu verhelfen, Jesus Christus zu begegnen und zu einem seiner Apostel zu werden.

Schließlich möchten wir alle dazu einladen, sich die Zeit zu nehmen, um sich in Ruhe und auch im Gebet eingehend mit den Dokumenten [auf Spanisch] auseinanderzusetzen, die den Weg kennzeichnen, den wir seit dem Abschluss des Außerordentlichen Generalkapitels und der Generalversammlungen der gottgeweihten Mitglieder gegangen sind. Mögen wir, weil wir diese Texte kennen und im Leben umsetzen, alle zu Propheten des Neuen Testamtens werden, die es wie Johannes der Täufer verstehen, die Stimme des Herrn zu erkennen und auf seine lebendige Gegenwart unter uns hinzuweisen.

Es ist dies eine Zeit der Hoffnung, in der wir an der Hand Mariens gehen wollen. Möge sie uns bei ihrem Sohn die Gabe des Heiligen Geistes erwirken, damit wir alles, was Jesus uns sagt, tun können.

Wir beten für Sie

Eduardo Robles Gil, L.C.
Gloria Rodríguez
Jorge López

2. Gemeinsame Vollversammlung der Generalräte

Vom 28. Juni bis 2. Juli 2016 fand die 2. Gemeinsame Vollversammlung der Generalräte von Legionären Christi, Gottgeweihten im Regnum Christi und Laien im Regum Christi in Rom statt.

Was ist die Gemeinsame Vollversammlung der Generalräte?

Es handelt sich um eines der Mitbestimmungsgremien, die in der Rahmenordnung für die Zusammenarbeit vorgesehen sind. Es handelt sich um ein Beratungsorgan, dem die drei Generaldirektoren der gottgeweihten Zweige mit ihren Räten, die Generalverwalter und fünf Laienmitglieder des Regnum Christi angehören. Seine Aufgabe besteht darin, jene strategischen Themen zu untersuchen, die sich auf die Sendung der Bewegung im Bereich der Evangelisierung beziehen. An den Vollversammlungen nimmt auch regelmäßig der Päpstliche Assistent für die Legionäre Christi, Pater Gianfranco Ghirlanda S.J., teil.

2016-07-02, Gemeinsame Vollversammlung der Leitungsräte 01

Gruppenfoto am Ende der Vollversammlung

Wer sind die 5 Laien-Mitglieder des Regnum Christi die teilnahmen?

Aus der Gruppe der 64 Delegierten Laien des Regnum Christi aus aller Welt nahmen die folgenden fünf Vertreter an dieser Vollversammmlung teil: José Antonio Lebrija (Mexiko), Carmen Fernández RodrÍguez (Spanien), Rebecca Teti (USA), Stefano De Pasquale Ceratti (Italien) y Francisco Gámez Arcaya (Kanada).

2016-07-02, Gemeinsame Vollversammlung der Leitungsräte 042016-07-02, Gemeinsame Vollversammlung der Leitungsräte 05

Welches Ziel verfolgte die 2. Gemeinsame Vollversammlung?

Jene Grundsätze sollten herausgearbeitet werden, von denen sich die Zentralkommission für die Revision der Statuten bei ihrer Redaktionsarbeit am Entwurf der Generalstatuten leiten lassen sollte. Als Ausgangspunkt für die Überlegungen dienten die Vorschläge des Generalkapitels und der Generalversammlungen der gottgeweihten Zweige sowie die Ergebnisse der jüngsten Internationalen Delegiertenversammlung der Laien des Regnum Christi (30. Mai bis 3. Juni 2016). Ebenso ließ sich die Vollversammlung von der praktischen Erfahrung leiten, die die Territorien und das Generalleitungskomitee in diesen zwei Jahren, seitdem die Rahmenordnung für die Zusammenarbeit in Kraft ist, selbst gesammelt haben.

Brief von P. Eduardo Robles Gil LC an alle Mitglieder des Regnum Christi

In einem weiteren Brief, vom 2. Juli 2016, am Ende der 2. Gemeinsamen Vollversammlung der Generalräte wendet sich der Generaldirektor erneut an alle Mitglieder. Im Brief gibt er einen Überblick über den Verlauf der Versammlung, benennt die Ergebnisse und skizziert die nächsten Schritte auf dem Weg des Revisionsprozesses der Statuten des Regnum Christi.

* * *

Dein Reich komme!

Prot. DG-RC 0255-2016

Clas. III.3.2

Rom, den 2. Juli 2016

An die Mitglieder des Regnum Christi

Liebe Freunde in Christus,

gestern haben wir am Sitz der Generaldirektion der Gottgeweihten Frauen mit einer hl. Messe unsere 2. Gemeinsame Vollversammlung der Generalräte des Regnum Christi abgeschlossen, die vom 28. Juni bis 1. Juli stattgefunden hat. Mit diesen Zeilen möchte ich Ihnen allen für Ihr Gebet danken und für die Unterstützung, die Sie uns haben zukommen lassen, damit wir gemeinsam ermitteln können, welche Absichten der Herr in diesem Moment mit der Bewegung verfolgt. Es waren Tage intensiven und freimütigen Austauschs, des gegenseitigen Zuhörens und des Hörens auf den Herrn sowie auch Tage der Gemeinschaft und des Zusammenlebens.

2016-07-02, Gemeinsame Vollversammlung der Leitungsräte 03Die Gemeinsame Vollversammlung ist eines der Mitbestimmungsgremien, die in der Rahmenordnung für die Zusammenarbeit vorgesehen sind. Es handelt sich um ein Beratungsorgan, dem die drei Generaldirektoren der gottgeweihten Zweige mit ihren Räten, die Generalverwalter und fünf Laienmitglieder des Regnum Christi angehören. Seine Aufgabe besteht darin, jene strategischen Themen zu untersuchen, die sich auf die Sendung der Bewegung im Bereich der Evangelisierung beziehen. Unser Päpstlicher Assistent, Pater Gianfranco Ghirlanda S.J., nahm diesmal fast jeden Tag an der Vollversammlung teil.

Wir hatten uns bei diesem Plenumstreffen vorgenommen, jene Grundsätze herauszuarbeiten, von denen sich die Zentralkommission für die Revision der Statuten bei ihrer Redaktionsarbeit am Entwurf der Generalstatuten leiten lassen sollte. Als Ausgangspunkt für unsere Überlegungen dienten uns die Vorschläge des Generalkapitels und der Generalversammlungen der gottgeweihten Zweige sowie die Ergebnisse der Internationalen Delegiertenversammlung der Laien des Regnum Christi. Ebenso ließen wir uns von der praktischen Erfahrung leiten, die die Territorien und das Generalleitungskomitee in diesen zwei Jahren, seitdem die Rahmenordnung für die Zusammenarbeit in Kraft ist, selbst gesammelt haben.

Um uns ein besseres Urteil bilden zu können, hatten wir Vertreter von vier kirchlichen Gemeinschaften eingeladen, die, wie wir, ein einziges Charisma besitzen, das durch verschiedene Lebensvollzüge zum Ausdruck gebracht wird. Es haben uns daher folgende Personen begleitet: Nunzia Boccia, von der charismatischen Familie des Murialdo; Pater Jacob Nampudakam, Generaloberer der Pallottiner und Kirchlicher Assistent der Vereinigung des Katholischen Apostolats; Lucía Herrerías, Präsidentin der Missionarischen Familie Verbum Dei; Luca Magri und Elisabetta Scomazzon von der Fokolar-Bewegung.

Wir baten sie darum, uns die Identität und Sendung ihrer kirchlichen Gemeinschaften vorzustellen. Sie erklärten uns ihre derzeitige kanonische Rechtsform und wie sie zu ihr gelangt waren, was oft auf schwierigen Wegen geschah, die sogar Jahrzehnte in Anspruch nahmen. Schließlich tauschten sie sich mit uns über die Vor- und Nachteile aus, die sich aufgrund ihrer jetzigen Vereinigungsform, die auch immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringt, im praktischen Leben ergeben. Danach stand Zeit zur Verfügung, um jedem von ihnen Fragen zu stellen. Das ließ uns erneut erkennen, dass die kanonische Rechtsform kein Selbstzweck, sondern ein Mittel und Werkzeug ist, was uns zu jener realistischen Einstellung verhalf, die aus dem Wissen heraus entsteht, dass es keine perfekten Lösungen gibt.

Am Mittwoch, den 29. Juni, stellten uns Salvatore Bonventre und Pater Rodrigo Ramírez, die im Generalarchiv für die Ordensgeschichte arbeiten, eine anhand von Dokumenten erarbeitete Studie über die Beziehung vor, die im Laufe der Geschichte zwischen den Legionären Christi und der Bewegung Regnum Christi geherrscht hatte.

Danach begannen wir mit der Überprüfung des vom Generalleitungskomitee approbierten Arbeitsdokuments. Die Textanalyse wurde separat von jedem Zweig durchgeführt. Am Donnerstag und Freitag kam es bei mehreren gemeinsamen Sitzungen zum Austausch, wobei jeder aufrichtig zum Ausdruck brachte, was die Meinung aller war.

Während des Plenumstreffens haben wir uns darauf verständigt, dass die Zentralkommission in dieser zweiten Etappe des Redaktionsprozesses bei der Vorbereitung des Entwurfs der Generalstatuten folgende Grundsätze berücksichtigen muss, die ein Ergebnis des Generalkapitels, der Generalversammlungen und der Internationalen Delegiertenversammlung sind:

 

  1. Das Charisma des Regnum Christi existiert tatsächlich und ist ein Geschenk Gottes, das in verschiedenen Lebensständen auf verschiedene Weise gelebt wird.
  2. Jeder Zweig des Regnum Christi besitzt seine eigene Identität.
  3. Die Zweige bilden eine einzige Bewegung Regnum Christi, in der sie Spiritualität und Sendung miteinander teilen.
  4. Diese eine Bewegung bedarf einer angemessenen Leitungsstruktur.

 

Es wurde gebeten, dass der Entwurf der Generalstatuten das Gemeinsame an Wesen und Charisma, an Spiritualität und Sendung des Regnum Christi sowie den wesentlichen Beitrag jeder Lebensform zum Ausdruck bringe.

Außerdem sollen die Statuten festlegen, welche gemeinsamen Leitungs- und Mitbestimmungsorgane es geben soll, wobei der Zweck dieser Organe die Erhaltung und Förderung des Charismas, der Gemeinschaft und der Verwirklichung der Sendung ist. Die Kommission hat im Entwurf vorzuschlagen, in welcher Weise diese Organe Autorität ausüben (in persönlicher Form mit Beratung oder in kollegialer Form), wie sie sich zusammensetzen und worin ihre Zuständigkeiten auf oberster, territorialer und lokaler Ebene bestehen sollen. Ebenso muss sie Kriterien zur Bewertung der gemeinsamen Sendung, der Ausbildung und der für eine gute Leitung und Verwaltung der Werke förderlichen Prinzipien aufstellen.

Sobald die Zentralkommission den Entwurf erstellt hat, muss dieser von einem –von der jeweils zuständigen Autorität nach Vorschrift der Konstitutionen bzw. der Statuten einberufenen – außerordentlichen Generalkapitel sowie von den außerordentlichen Generalversammlungen der Gottgeweihten Frauen und der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs bestätigt werden. Danach soll eine Generalversammlung des Regnum Christi einberufen werden, die die Generalstatuten dem Heiligen Stuhl zur Genehmigung vorlegen wird. Die Vorgehensweise, die eine Teilnahme aller Zweige gewährleistet und die anzuberaumenden Fristen müssen noch festgelegt werden. Voraussichtlich wird sie aber im Jahr 2018 ausgetragen werden.

Natürlich sind die Generalstatuten lediglich ein Mittel, das uns dabei anspornen soll, das in der Taufe begründete Ideal der Heiligkeit zu leben. Wie Sie wissen, stellt das Gesetz der Kirche jene Minimalanforderungen, die nötig sind, um die Gemeinschaft und das Charisma zu erhalten, zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen. Alle Mitglieder bemühen sich, nach diesen Vorschriften zu leben, doch gehen sie darüber hinaus und ergänzen es mit dem, wozu die Gnade Gottes sie anregt, damit sie ihrer Berufung zur Heiligkeit entsprechend wachsen.

Ich lade also alle ein, diese Monate zu nutzen, um unsere Dankbarkeit und unseren Enthusiasmus für diesen Weg zu erneuern, den der Herr uns aufgezeigt hat, damit wir unsere Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat verwirklichen. Bitten wir in dieser Zeit, in der wir den Pfad der Redaktion der Statuten beschreiten, den Herrn weiterhin um seinen Geist, damit er ihn aussendet und er uns befähigt, in der ganzen Welt seine Zeugen zu sein.

Ihr Bruder in Christus,

Eduardo Robles Gil LC

Generaldirektor

Zusammenfassung der Ergebnisse der Internationalen Versammlung

Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Internationalen Versammlung der Laienmitglieder des Regnum Christi in Rom (30. Mai bis 3. Juni 2016)

2016-06-02, Internationales Treffen 10 - Arbeit in Gruppen

Wir stellen hier die Liste der Ergebnisse vor, die der Moderator der Internationalen Versammlung zusammengefasst hat, um den Delegierten bei der Aufgabe behilflich zu sein, das Resultat der Versammlung in den eigenen Sektionen und Niederlassungen vor Ort bekannt zu geben:

(1) Die Laienmitglieder haben ihre Identität erneut bestätigt und folgendermaßen ausgedrückt: „Die Laienmitglieder der Bewegung sind Gläubige, die persönlich auf eine göttlichen Berufung antworten, die darin besteht, inmitten der zeitlichen Gegebenheiten die Versprechen und Aufgaben eines getauften Christen gemäß dem Charisma des Regnum Christi zu leben.“ (Nummer 13 des Entwurfs der Statuten)

(2) Die Laienmitglieder haben ihre Zugehörigkeit zur geistlichen Familie des Regnum Christi und daher ihren Wunsch bekräftigt, in Gemeinschaft mit den Legionären Christi, den Gottgeweihten Frauen und den Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs zu leben und zu arbeiten.

(3) Sie haben die zentralen Aspekte der Spiritualität des Regnum Christi, die sie in Übereinstimmung mit ihrem Stand als Laien leben, bestätigt: die Christozentrik, die praktizierte Nächstenliebe, der kontemplative und evangelisierende Geist, die fünffache Liebe der Mitglieder.

(4) Ihrer Ansicht nach besteht die Sendung des Regnum Christi hauptsächlich darin, Apostel auszubilden – christliche Verantwortungsträger, die im Dienst der Kirche stehen.

(5) Im Leben eines Laien, der der Bewegung angehört, erkennen sie fünf Säulen, auf denen dieses ruht: das geistliche Leben, das Apostolat, die Ausbildung, die persönliche Begleitung und das Teamleben.

(6) In der Frage bezüglich ihrer Rechtsform haben sie beschlossen, keine eigenständige Vereinigung zu gründen, sondern als Einzelpersonen der Bewegung als Ganzes beizutreten.

2016-06-02, Internationales Treffen 10 - Arbeit in Gruppen 03

(7) In Bezug auf die Unterscheidung zweier Grade:

a. wurde festgestellt, dass es unter ihnen tatsächlich zwei Arten von Mitgliedern gibt,

b. dass der Begriff „Grad“ unpassend ist, da die einen gegenüber den anderen keine vollwertigeren Mitglieder sind.

Es bleibt die Aufgabe, neue Bezeichnungen zu finden.

c. Beide sind berufen, das Charisma der Bewegung in Fülle zu leben.

d. Es wird aber festgehalten, dass sich einige Laienmitglieder für die Förderung, Entwicklung und Programmierung des Lebens der Bewegung und für sie selbst verantwortlich fühlen.

e. Dieser Unterschied wirkt sich nicht auf die Rechte und Pflichten im Vereinigungsleben aus, das auf anderer Ebene liegt. Von dieser Warte aus gibt es nur eine einzige Kategorie von Mitgliedern.

f. Diese Identität muss jedoch noch besser beschrieben und begrifflich bestimmt werden, da man sie bisher nur erahnen kann. Ebenso muss erarbeitet werden, welche Auswirkungen sie haben soll (eigene Pflichten, Zulassung usw.) . Die Internationale Versammlung hat der Zentralkommission den Auftrag erteilt, in den Generalstatuten die hier in Frage kommende Vorgehensweise vorzuschlagen.

(8) Sie haben den Wunsch geäußert sowie die Bereitschaft signalisiert, in den von den zukünftigen Generalstatuten vorgesehenen Leitungsgremien ein Mitbestimmungsrecht auszuüben.

(9) Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass auf regionaler Ebene die Zersplitterung der Aktivität im Apostolat überwunden und unter allen Mitarbeitern einer Region eine höhere Fokussierung unserer Arbeit im Bereich der Evangelisierung erreicht werden muss.

2016-06-02, Internationales Treffen 10 - Arbeit in Gruppen 02

Im Vertrauen auf den Heiligen Geist Lösungen finden

Raphael Grötsch ist 26 Jahre jung und kommt aus Bayern. Er trat 2007 in Altanta (USA) in das Regnum Christi ein. Schon vorher hatte er an Freizeitangeboten des Regnum Christi für junge Leute in Deutschland teilgenommen. Als „Coworker“ unterstützte er die pastorale Arbeit des Regnum Christi und der Legionäre Christi ein Jahr lang in Bayern. Derzeit studiert er Chemie an der Technischen Universität in München.

2016-06-03, Internationales Treffen 05 - Abschlussgottesdienst 02 b

Vom 30. Mai bis 3. Juni nahm Raphael als gewählter Delegierter aus der Ordensprovinz West- und Mitteleuropa am internationalen Delegiertentreffen des Regnum Christi in Rom teil. Heute schreibt er darüber, wie er das Treffen erlebt hat und was ihn auch drei Wochen später noch bewegt:

Nach dem territorialen Statutentreffen im Februar 2016 in Bad Münstereifel flog ich Ende Mai nach Rom zum Internationalen Delegiertentreffen. Aus Bad Münstereifel hatte ich Vorschläge für die Statuten aus unserem Territorium und das Wissen über den Ablauf eines solchen Treffens mitgebracht.

Am Anfang war ich sehr gespannt, wie die Mitglieder aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, von den Philippinen über Spanien und Italien bis nach Nord-, Latein- und Südamerika, das Charisma und das Regnum Christi selbst sehen und leben.

Bei den Gruppen- und Plenumsdiskussionen wurde dann sehr schnell klar, dass, egal aus welcher Region die Delegierten kamen, sie alle versuchten, die Essenz des Regnum Christi zu finden und so gut wie möglich in den Statutentext einzubringen. Und das war eigentlich überall die gleiche Grundidee. Bei einer Gruppendiskussion war das sehr eindeutig: alle acht Delegierten dachten, dass genau wegen des jeweils anderen diese spezielle Stelle eingefügt worden war. Am Ende haben wir sie alle gemeinsam gestrichen, weil keiner sie für wichtig hielt.

Ich glaube, es war für alle Delegierten eine Zeit, um sich noch intensiver mit dem Regnum Christi, aber auch mit der eigenen Berufung auseinanderzusetzen und darin zu wachsen. Die intensiven Zeiten des Diskutierens und des Gebets, um nochmal nachzudenken und mit Gott über die beste Lösung zu sprechen, war für mich eine wirkliche Zeit der Gnade. Zu erleben, dass nicht jeder versucht, seine eigene Idee durchzusetzen, sondern im Vertrauen auf den Heiligen Geist Lösungen findet, beeindruckte mich sehr.

2016-06-05, Raphael Grötsch und Gruppe in Rom

Nachdem am Freitag die letzte Sitzung vorüber war, fand sich spontan für die letzten zwei Tage eine Gruppe junger Erwachsener zusammen, um sich gemeinsam Rom anzusehen. Nach diesen zwei Tagen verstanden wir uns so gut, dass man hätte meinen können, wir alle kennten uns schon viel länger. Das war für mich nochmal so ein Erlebnis, bestärkt mit dem Gefühl nach Hause zu kommen, dass die Familie des Regnum Christi nicht nur eine schöne Idee ist. Man hat tatsächlich eine riesige Familie auf der ganzen Welt, die sich um einen kümmert, die gemeinsam betet und sich für das Reich Gottes einsetzt. Mit der man aber auch einfach in Rom, nach einer anstrengenden Tagungswoche, entspannen kann.“

Raphael Grötsch