Auf der Zielgeraden

Brief von P. Eduardo Robles-Gil LC (Generaldirektor der Legionäre Christi), Gloria Rodríguez (Generaldirektorin der Gottgeweihten Frauen des Regnum Christi) und Jorge López (Generalverantwortlicher der Gottgeweihten Laien vom männlichen Zweig des Regnum Christi) an alle Mitglieder des Regnum Christi über wichtige Neuerungen hinsichtlich der kanonischen Struktur des Regnum Christi nach Maßgabe der Kongregation für die Institute Geweihten Lebens und die Gesellschaften Apostolischen Lebens (CIVCSVA) und was daraus folgt.

Um was geht es?

Die Kirche begleitet den Weg der Revision der Statuten des Regnum Christi und damit der Erneuerung unserer Gemeinschaft weiterhin nah und konkret. So könnte man die jüngsten Hinweise von Seiten der CIVCSVA zusammenfassen. Wir befinden uns in der aktuellen Phase des Revisionsprozesses im direkten Austausch mit den zuständigen Stellen beim Heiligen Stuhl. Seit 3. Juli 2014 begleitet uns dabei durch Rat und Tat Pater Gianfranco Ghirlanda SJ als Päpstlicher Assistent. Laut Zeitplan für den Revisionsprozess soll im April 2018 die Generalversammlung des Regnum Christi in Rom stattfinden, um darauf dem Heiligen Stuhl die neuen Statuten zur Approbation vorzulegen. Wir kommen also auf die Zielgerade.

Neben den Themen Charisma, Identität, Sendung und Mission des Regnum Christi ist nun auch die Frage der möglichen kirchlichen Struktur zum Ergebnis zu bringen. Das bedeutet, unter welchen Bedingungen kann die Kirche, konkret die Kongregation für die Institute Geweihten Lebens und die Gesellschaften Apostolischen Lebens (CIVCSVA), die Bewegung Regnum Christi genehmigen, wobei alle Personen, die ihre jeweilige Berufung nach dem Charisma des Regnum Christi leben, in einer gemeinsamen Rechtsform zusammengefasst sind.

Im Kontext der aktuellen Anweisungen (vom 12. Dezember 2017) hat die CIVCSVA vor allem deutlich gemacht, dass eine kirchenrechtliche Zulassung des Regnum Christi als Föderation dreier gottgeweihter Zweige, der sich die Laienmitglieder als Einzelpersonen anschließen, so dass alle gemeinsam eine einzige Bewegung bilden, möglich ist. Dieser Ausblick entspricht dem, was die Mitglieder des Regnum Christi in den letzten Monat weltweit herausgearbeitet hatten und was im aktuellen Entwurf der Generalstatuten vorgeschlagen ist. Die Richtung stimmt also.

Im Brief von Jorge López, P. Eduardo Robles-Gil LC und Gloria Rodríguez wird dann genau ausgeführt (Seite 3), welche kirchenrechtlichen Konsequenzen die Bildung einer solchen Föderation für alle Teile dieser nach sich zieht, was bedacht und welche Voraussetzungen noch umgesetzt werden müssen.

Mit der Umsetzung hat sich in der Zwischenzeit schon befasst: die Außerordentliche Generalversammlung der gottgeweihten Männer im Regnum Christi (vom 3. bis 6. Januar 2018 in Mexiko) und das IV. Allgemeine Plenum des Regnum Christi (vom 22. bis 25. Januar 2018 in Rom).

2018-01, José Antonio Lebrija, miembro de la Convención Internacional de los laicos del RC
José Antonio Lebrija, gottgeweihter Mann im Regnum Christi, während der Außerordenlichen Generalversammlung im Januar 2018
2018-01-25, IV. Allgemeines Plenum von Regnum Christi in Rom
Neben Jorge López, P. Eduardo Robles-Gil LC und Gloria Rodríguez nahmen am IV. Allgemeinen Plenum des Regnum Christi auch Teil deren Berater und fünf Laienmitglieder des Regnum Christi aus aller Welt: José Antonio Lebrija (Mexiko), Carmen Fernández (Spanien), Mike Williams (USA), Luiz Flavio Azevedo (Brasilien) y Francisco Gámez (Venezuela).

Beide Versammlungen kamen zu dem Ergebnis die Ausarbeitung des Vorschlags für die kanonische Ausgestaltung der Föderation fortzusetzen. Das ist in meinen Augen nur konsequent und folgerichtig.

Der Geist dahinter

In den letzten Monaten haben wir quasi alle denkbaren zukünftigen Leitungsszenarien für das ganze Regnum Christi im Geiste durchgespielt. Dazu hatte der Fragebogen zu den Territorialversammlungen praktisch aufgerufen. Eine gottgeweihte Frau als Generalleiterin der ganzen Gemeinschaft oder ein Familienvater? Es war spannend zu beobachten, wie Laien im Regnum Christi – Frauen und Männer –, gottgeweihte Mitglieder des Regnum Christi und Ordensleute und Priester der Legionäre Christi dazu in einen intensiven Austausch traten, Pro und Kontra abwogen, Sorgen und Chancen diskutierten. Der Zusammenhalt untereinander hielt das ab.

Mich haben dabei vor allem die Gesprächsbereitschaft, das Interesse füreinander und das aktive Zu- und aufeinander hören in den Kleingruppen beeindruckt. Dahinter stand stets der Geist der Einheit, nicht anders als während der Internationalen Generalversammlung im Juni 2016 in Rom. Die aktuellen Anordnungen der CIVCSVA zeigen auf, dass manche Gedankenspiele aus dem Fragebogen nicht realistisch sind. Doch wer solche Spannungen aushalten und meistern kann, der wird auch die nächsten Schritte des Revisions- und Erneuerungsprozesses schaffen, das sind jedenfalls mein Zwischenfazit und meine Überzeugung!

Ergebnisse aller Territorialversammlungen weltweit

Die Abstimmungsergebnisse aus allen Territorien zu den verschiedenen Fragen sind veröffentlicht und können im Internet direkt eingesehen werden.

Karl-Olaf Bergmann

* * *

Brief vom 18. Dezember 2017 im Wortlaut

2017-12-18, Foto von P. Eduardo, Gloria Rodríguez, Jorge López
Jorge López, P. Eduardo Robles-Gil LC und Gloria Rodríguez

Brief als PDF zum direkten Download.

Dein Reich komme!

Bewegung Regnum Christi

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Sitz der Generalleitung

Prot. DG-RC 00797-2017

Clas. III.5.24

Rom, 18. Dezember 2017

An alle Mitglieder des Regnum Christi

Liebe Freunde in Christus,

wir grüßen Sie herzlich in diesem Advent, der uns mit besonderer Freude erfüllt, weil in diesen Tagen in Rom 33 Diakone der Legionäre Christi zu Priestern geweiht wurden, die jetzt im Dienst der Kirche und der ganzen Bewegung Regnum Christi stehen.

  1. Die Ergebnisse der Territorialversammlungen

In diesen Wochen haben wir die gemeinsamen Territorialversammlungen und die der gottgeweihten Zweige zur Überprüfung des Entwurfs der Generalstatuten des Regnum Christi, der zusammen mit dem Brief vom vergangenen 23. Mai veröffentlicht wurde, abgeschlossen. Wir möchten uns bei Ihnen allen für den hingebungsvollen Einsatz bedanken, den Sie in den vergangenen Monaten an den Tag gelegt haben, um die Revision des Entwurfs inmitten vieler apostolischer Verantwortlichkeiten zu bewerkstelligen und voranzutreiben. Pater Gianfranco Ghirlanda SJ wollen wir ebenso danken und ihm unsere Wertschätzung bekunden. Er hat uns in dieser Phase begleitet und bringt so die mütterliche Nähe der Kirche zum Ausdruck.

Der Generalleitungsrat und unsere Generalräte werden sich in den nächsten Wochen mit der Analyse der Ergebnisse der gemeinsamen Territorialversammlungen und jener der Zweige befassen, um das Arbeitsmaterial für die nächsten Versammlungen und das Generalkapitel weiter vorzubereiten. Auf der Internetseite rcstatutes.org können Sie sich persönlich über die Ergebnisse der gemeinsamen Territorialversammlungen informieren.

Diese Ergebnisse werden wir während der 4. Vollversammlung der Generalleitung des Regnum Christi, die vom 22. – 25. Januar in Rom stattfinden wird, eingehend prüfen. Daran werden die Generalräte und die Generalverwalter der gottgeweihten Zweige sowie fünf Laienmitglieder der Bewegung teilnehmen: Mike Williams aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika, José Antonio Lebrija aus Mexico, Francisco Gámez aus Venezuela, Luiz Flavio Azevedo aus Brasilien und Carmen Fernández aus Spanien.

  1. Anordnungen der CIVCSVA

Im 2. Anhang des Entwurfs der Generalstatuten befand sich der Hinweis: „Der Päpstliche Assistent befindet sich mit dem Heiligen Stuhl über den Textvorschlag im Dialog. Wenn es also Aspekte geben sollte, die neu überdacht werden müssen, gehen wir davon aus, dass er uns darauf vor der Außerordentlichen Generalversammlung von 2018 hinweisen wird.“[1] Wir, die drei Generalverantwortlichen der gottgeweihten Zweige, haben seitdem mehrere Gespräche mit der Kongregation für die Institute Geweihten Lebens und die Gesellschaften Apostolischen Lebens (CIVCSVA) geführt, bei denen uns Pater Gianfranco Ghirlanda jeweils als Päpstlicher Assistent begleitete. In Fragen, die die kanonischen Rechtsform der Bewegung betreffen, ist das genannte Dikasterium unser Gesprächspartner beim Heiligen Stuhl.

Im Oktober haben wir dort erneut einen offiziellen Antrag auf Genehmigung der Vereinigungen der Gottgeweihten Frauen des Regnum Christi und der Vereinigung der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs eingereicht.

Am 12. Dezember, dem Festtag unserer Lieben Frau von Guadalupe, fand zwischen uns, den drei Generalverantwortlichen, und dem Sekretär der CIVCSVA, Erzbischof José Rodriguez Carballo OFM, sowie dem Untersekretär des Dikasteriums, P. Sebastiano Paciolla OCist, ein Gespräch statt. Bei diesem Treffen wurde uns erklärt, unter welchen Bedingungen die CIVCSVA eine Bewegung genehmigen könne, die alle Personen, die ihre jeweilige Berufung nach dem Charisma des Regnum Christi leben, in einer gemeinsamen Rechtsform zusammenfasst. Erzbischof Rodriguez Carballo erklärte wie folgt:

  1. Die CIVCSVA ist bereit, das Regnum Christi so zu genehmigen, wie es im Entwurf der Generalstatuten vorgeschlagen wird. Das heißt, als Föderation dreier gottgeweihter Zweige, der sich die Laienmitglieder als Einzelpersonen anschließen, so dass alle gemeinsam eine einzige Bewegung bilden.

  2. Er wies auf folgende Konsequenzen der Errichtung der Föderation hin, die sich aus den Zuständigkeitsbereichen des genannten Dikasteriums ergeben:

a. Soll eine Föderation gebildet werden, der eine Ordenskongregation (die Legionäre Christi) angehört, müssen alle weiteren Beteiligten unter der Autorität der CIVCSVA stehen.

b. Die Gottgeweihten Laien vom männlichen Zweig und die Gottgeweihten Frauen könnten nicht als Vereinigung von Gläubigen genehmigt werden, also in der Form, wie wir es vorgeschlagen hatten. Sie müssten eine kanonische Rechtsform annehmen, deren Genehmigung in die Zuständigkeit dieses Dikasteriums fällt. Nachdem wir mit dem Dikasterium im Gespräch waren und die Generalräte hierzu angehört hatten, schlugen wir vor, sie als Gesellschaften Apostolischen Lebens für Laien zu errichten, denn das schien uns die angemessenste und mit unserer Identität am ehesten übereinstimmende Rechtsform. Eine Beschreibung dessen, was Gesellschaften Apostolischen Lebens sind, findet man in den Canones 731 – 746 des Codex des Kanonischen Rechts. Die Generalleitungen der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs und der Gottgeweihten Frauen prüfen derzeit, welche Folgen das hat, damit wir allen Mitgliedern einen Text zur Erklärung vorlegen und bei der Generalversammlung unserer jeweiligen Zweige einen entsprechenden Vorschlag zur Genehmigung einbringen können.

c. Die Gremien der General- und Territorialleitung der Föderation müssten Mitglieder der gottgeweihten Zweige bilden, da diese miteinander die Föderation bilden. Die Laienmitglieder, die sich der Föderation einzeln anschließen, könnten an der General- und Territorialleitung mit beratender Stimme teilnehmen.

d. Falls erwünscht, könnten die Gremien der General- und Territorialleitung unter dem Vorsitz eines Mitglieds stehen, das aus jedem beliebigen Zweig stammt, der zur Föderation gehört.

e. Die Kapitel aus dem Entwurf der Generalstatuten, die sich auf die Laienmitglieder beziehen, müssten in ein anderes Regelwerk ausgegliedert werden.

Es ist so, wie wir es im Brief vom 12. Oktober 2016 zum Ausdruck gebracht haben: „Wahrscheinlich kann man das Charisma und die Spiritualität der Bewegung nicht auf perfekte Weise formulieren, denn in Bezug auf übernatürliche Dinge ist unsere Sprache immer begrenzt. Ähnliches gilt in Bezug auf unsere kanonische Gestalt.“ Obgleich uns also diese Lösung nicht vollauf befriedigt, glauben wir, dass sie uns auf dem Weg zur Institutionalisierung der Bewegung Regnum Christi einen realen Fortschritt bedeutet.

  1. Das Generalkapitel und die Generalversammlungen in zwei Phasen

Angesichts dieser Situation sehen wir es als notwendig an, einige wichtige Änderungen am Entwurf der Generalstatuten und dem dazugehörigen Revisionsprozess vorzunehmen. Aus diesem Grund und weil zahlreiche allgemeine Territorialversammlungen sowie solche der gottgeweihten Zweige empfohlen haben, dass ein Weg von so großer Tragweite ohne Eile zurückgelegt werden sollte, hat der Generalleitungsrat vorgeschlagen, das Generalkapitel der Legionäre Christi, die Generalversammlungen der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs und der Gottgeweihten Frauen sowie die Gemeinsame Generalversammlung in zwei Phasen auszutragen, und hierfür die Zustimmung der jeweiligen Generalräte erhalten. Seitens der gottgeweihten Zweige werden daran jeweils die gleichen Teilnehmer mitwirken, die hierfür von Amts wegen und durch Wahl bestimmt wurden.

Die erste Phase wird während der schon festgelegten Termine stattfinden, um die Ergebnisse der gemeinsamen Territorialversammlungen und jener der gottgeweihten Zweige zu analysieren. Ebenso soll abgeschätzt werden, welche Folgen sich aus den neuen Variablen ergeben, die im Einklang mit den Anordnungen der CIVCSVA im Entwurf der Statuten einfließen. Diese Phase dient auch dem Fortschritt im Klärungsprozess jener Themen, bei denen es in den Territorialversammlungen bisher noch zu keinem Konsens gekommen ist.

Während dieser ersten Phase der Generalversammlung der Gottgeweihten Laien des männlichen Zweigs und der Gottgeweihten Frauen müssen wir prüfen, ob wir bereit sind, uns als Gesellschaften Apostolischen Lebens zu konstituieren. Sollte dies der Fall sein, werden wir bei der CIVCSVA beantragen, uns kirchenrechtlich zu errichten.

Mit den Laienmitgliedern, die an der Generalversammlung des Regnum Christi teilnehmen, werden wir darüber nachdenken, auf welche Weise die in die Generalstatuten neu eingeflossenen Änderungen die Würde und den Reichtum ihrer Berufung zur Bewegung gewährleisten und fördern.

Die zweite Phase des Generalkapitels und der Generalversammlungen wird aller Voraussicht nach Ende 2018 stattfinden. Während dieser zweiten Phase wird über den Entwurf der Generalstatuten Punkt für Punkt abgestimmt, damit der endgültige Text nach seiner Ratifizierung durch die obersten Gremien jedes gottgeweihten Zweigs der CIVCSVA vorgelegt werden kann. Die Art und Weise der Teilnahme der Laienmitglieder wird während der Generalversammlung des Regnum Christi im April 2018 besprochen werden.

Obwohl sich der Weg nun anders und länger als erwartet gestaltet, sind wir zuversichtlich, dass wir ihn mit jener reiflichen Überlegung und jenem tiefen Dialog fortführen werden, die ein solcher Prozess verlangt. Wir sind entschlossen, diesen Weg im Gehorsam und in Einheit mit der Kirche weiterzugehen, im Vertrauen, dass der Herr uns auch weiterhin leitet und segnen wird. Vor allem wünschen wir uns, dass der Prozess selbst ein Weg der inneren Erneuerung, des Dankes und der Gleichgestaltung mit Jesus Christus wird.

Diesen Weg empfehlen wir unserer Lieben Frau von Guadalupe und wünschen Ihnen allen eine segensreiche Adventszeit, frohe Weihnachten, ein gnadenvolles neues Jahr sowie ein fruchtbares Apostolat.

Mit einem herzlichen Gruß in Christus,

Eduardo Robles-Gil, L.C.
Generaldirektor der Legionäre Christi

Gloria Rodríguez
Generaldirektorin der Gottgeweihten Frauen des Regnum Christi

Jorge López
Generalverantwortlicher der Gottgeweihten Laien vom männlichen Zweig des Regnum Christi

[1] EGSRC, Anhang 2 „Die Entscheidung zugunsten einer Föderation“. [Dieser Anhang liegt nicht in deutscher Übersetzung vor.]

Veni Sancte Spiritus

Auch der Sonntag begann mit dem gemeinsamen Gebet für die Territorialversammlung und dem Gesang und Gebet „Veni Sancte Spiritus“ zum Heiligen Geist.

Gebet

Jesus Christus, wir kommen zu dir als geistliche Familie, die in deinem Namen versammelt ist. Du wolltest uns das Geheimnis der Liebe zu allen Menschen offenbaren, die in deinem Herzen brennt, und dein Verlangen, Herr zu sein in unseren Herzen und in der Gesellschaft. Wir vernehmen deinen Ruf, die Gabe des Regnum Christi tiefer zu erkennen, damit sie in unserem Leben fruchtbar werden kann. Wir bitten dich, sende deinen Geist aus: Er sei unser Licht, das uns mit unserem Verstand und unserm Herzen unser Charisma verstehen lässt, und mache uns stets bereits, als Apostel deines Reiches auf die Nöte der Kirche und der Welt zu antworten. Wir wollen diesen Abschnitt unseres Weges nach dem Vorbild Mariens leben und wie sie das Wirken deines Geistes erkennen und aufnehmen. So wollen wir deinen Plan im Glauben annehmen und dich für all das Große loben, das du an uns getan hast und weiter tust. Jesus Christus, du bist der Mittelpunkt unseres Lebens. Mit neuer Liebe bitten wir dich heute: „Christus, unser König, dein Reich komme!“

Wahl der Delegierten für die Generalversammlung 2018 in Rom

Die Arbeit am Vormittag im Plenum befasste sich zunächst noch einmal mit der Frage, was die Generalstatuten des Regnum Christi in Zukunft über den Generaldirektor und Territorialdirektor aussagen sollen.

Daran schloss sich die Wahl der Delegierten für die internationale Generalversammlung vom 9. bis 18. April 2018 in Rom an. Von den 16 anwesenden Laienmitgliedern des Regnum Christi konnten zwei für die Generalversammlung bestimmt werden. Die Delegierten aus dem Territorium West- und Mitteleuropa wählten dafür Sebastian Hoogewerf (Österreich) und Karl-Olaf Bergmann (Deutschland).

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Die hl. Messe zum Abschluss der Territorialversammlung wurde erneut mehrsprachig gefeiert: die erste Lesung auf Französisch, die zweite Lesung auf Englisch, das Evangelium auf Deutsch und die Predigt von Pater Sylvester Heereman LC auf Englisch.

In Anlehnung an das Sonntagsevangelium (Mt 25,1-13) ermutigte P. Sylvester die Anwesenden, nicht nur die Ankunft Christi zu erwarten, sondern schon jetzt und stets im Geist und Licht des Hl. Geistes zu leben. „Der Heilige Geist ist das Leben Gottes“, sagte er; und speziell im Bezug auf den laufenden Revisionsprozess der Statuten des Regnum Christi: „Lernen wir deshalb, den Hl. Geist zu empfangen, denn Gott möchte in seine Welt kommen.“

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Was nehmen Sie mit von der Territorialversammlung?

„Die Tage der Territorialversammlung haben mir einen neuen und inspirierenden Blick auf das Charisma des Regnum Christi geschenkt. Ich habe den Eindruck, dass wir gemeinsam dieses Charisma immer mehr und tiefer entdecken. Diesen Schatz möchte ich persönlich immer mehr leben und dann auch mitteilen.“

— Pater Martin Baranowski LC (aus Deutschland)

„Last couple of days of work on Regnum Christi statutes on territorial level were very intense and on the strict schedule. Workgroup and plenary sessions were interleaved with moments of prayer. Everyone had a sense of responsibility for the future of the Movement. But at the same time the work was animated by the joyful spirit of unity in the charism – despite diversity of backgrounds, nationalities, languages, states of life, and age. What moved me immensely was the selfless respect and deep care for the higher good of the Movement that were expressed in how we exchanged opinions and listened to each other. This was a spirit of true communion.“

— Grzegorz Cempla (Regnum Christi, aus Polen)

„During these last days of the territorial assembly I was very moved by the participation of each one coming from different countries, different cultures, speaking different languages and the experience of openness. We have dialoged and prayed together to seek God’s will for our movement and for our future. I’m leaving renewed and hopeful for the future that we have ahead of us. I’m grateful for that experience of family and Regnum Christi together during the assembly.“

— Renee Pomarico (gottgeweihte Frau im Regnum Christi, aus den USA)

Gruppenfoto und Dank

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Wir danken allen, die dazu beigetragen haben, dass die Territorialversammlung stattfinden konnte, vor allem den vielen, die uns im Gebet begleitet haben!

Wir sind eine einzige Bewegung

Drei Zweige bilden die Bewegung Regnum Christi: die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi, die gottgeweihten Frauen und Männer im Regnum Christi und die Laien im Regnum Christi. Sie besitzen ein gemeinsames Charisma. Sie bilden eine einzige Bewegung, in der sie gemeinsam an einer Spiritualität und Sendung teilhaben. Und das soll nach innen und außen deutlich bleiben. Darüber waren sich am Samstag während der Arbeit in Kleingruppen und schließlich bei der Abstimmung im Plenum praktisch alle einig.

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Am vorletzten Tag der Territorialversammlung, dem letzten mit Zeit für Kleingruppenarbeit, befassten sich die Delegierten mit vielen Fragestellungen, die die Hauptprinzipien für Struktur, Leitung und Verwaltung der Bewegung in der Zukunft beinhalten. Die entsprechenden Optionen im Fragebogen und Passagen in der aktuellen Fassung der Statuten hatten sich erst während des Revisionsprozesses in Form und Inhalt auf diese Weise herauskristallisiert. Dies zu verinnerlichen, die Zusammenhänge der verschiedenen Entwicklungen der letzten Jahre im Auge zu behalten und gleichzeitig gemeinsam auf ein Ziel für die Zukunft hinzusteuern, auf diese Herausforderung und Notwendigkeit verwiesen in den beiden einführenden Impulsen am Vormittag sowohl Pater Sylvester Heereman LC als auch Viviana Limón (beide Mitglieder der Generalkommission für den Revisionsprozess). „Wir stellen die Weichen für strukturell Grundlegendes, es geht um die gemeinsame Mitverantwortung für das Regnum Christi“, hob P. Sylvester entsprechend hervor.

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Viviana Limón: „Es geht um eine Struktur, die es erlaubt, dass sich das eigene Charisma entfaltet. Was ist dabei wichtig für jeden Zweig – in der Einheit? Darüber hinaus muss unsere Organisation auch in Zukunft praktisch leitbar sein.“ Eine wichtige Rolle wird die Art der Gesamtstruktur des Regnum Christi in Zukunft spielen. Der noch ungewohnte Begriff Föderation könne dabei sehr wohl mit Regnum Christi als Gesamtorganisation widergegeben werden, erläuterte Pater Andreas Schöggl LC, Territorialdirektor und Moderator der Territorialversammlung.

Am Nachmittag beschäftigten sich die Delegierten insbesondere mit der zukünftigen Leitungsstruktur der Gesamtorganisation (Generaldirektor und Territorialdirektoren). Dabei ginge es im Wesentlichen darum zu prüfen, welche Struktur es uns am besten ermögliche, unsere Sendung zu erfüllen und als geistliche Familie zu leben, unterstrich Viviana Limón. Sie zog auch in Betracht, dass die vielen Veränderungen manche verwundern, und auch Sorgen und Ängste auslösen könnten. P. Sylvester, Viviana und P. Andreas standen den Kleingruppen bei der Arbeit an den entsprechenden Fragestellungen und Paragraphen für Fragen, Anregungen und Gespräche zur Verfügung.

Weitere Eindrücke vom Tag

 

 

Ein Charisma, das Frucht bringt

Die Sitzungen am Freitag begannen mit einer kleinen Geburtstagsfeier: Linda Gomulka, eine jugendliche Delegierte des Regnum Christi aus Deutschland, wurde mit einem Ständchen im Plenum gefeiert und freute ich über einen Blumenstrauß und die Glückwünsche in großer Familie.

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Danke, Linda, das du deinen Geburtstag mit uns zusammen feierst!

In der ersten Plenumsrunde am Vormittag besprachen die Delegierten die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vom Vortag und stimmten darüber ab. Die Abstimmung erfolgte nach der Auflistung der Themen auf dem Fragebogen. Die ersten Fragen befassen sich mit der Identität der Bewegung, deren Ziel, Sendungsauftrag und Hauptwege zur Verwirklichung der Sendung, Fundament und Grundlinien der Spiritualität.

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Während der Plenumsrunde trugen die Teilnehmer ihre Überlegungen und Meinungen zu den verschiedenen Textpassagen der aktuellen Fassung der Statuten vor.

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Vor der zweiten Runde der Arbeit in den Kleingruppen erfolgte eine thematische Einführung (Themen am Vormittag sind die Fragen: 7 bis 14, 15 bis 17). Dafür war am Vormittag Pater Sylvester Heereman LC (Mitglied der Generalkommission im Revisionsprozess der Statuten des Regnum Christi) von Rom nach Bad Münstereifel gekommen.

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Am späten Vormittag und – nach dem gemeinsamen Mittagessen – am Nachmittag fanden zwei Arbeitssitzungen in Kleingruppen statt. Die Ergebnisse wurden darauf in der Plenumssitzung am Abend besprochen. Ein wichtiges Thema an diesem Tag war die Frage nach den in den Statuten beschriebenen Voraussetzungen für eine fruchtbare Evangelisierung.

Der Tag schloss mit der Feier der hl. Messe in der Kapelle der Apostolischen Schule auf die eine gemeinsame Anbetungszeit folgte. An der Konzelebration nahmen alle anwesenden Priester der Legionäre Christi teil, Hauptzelebrant war Pater George Elsbett LC (Regionalkoordinator des Regnum Christi in Österreich). „Unser Charisma ist nicht für sich selbst da, sondern um geteilt zu werden“, hob P. George in seiner Predigt (auf Englisch; in Anlehnung an das Tagesevangelium, Lk 16, 1-8) hervor. Charisma und Identität einer Gemeinschaft gehörten zusammen. Er verwies besonders auf den evangelisierenden Charakter des Regnum Christi: „Denken wir heute auch an jene, die noch nie von Gott gehört haben! Wir wollen die Welt zu Christus führen, in die Gemeinschaft mit Ihm!“ Darin bestünde letztlich die Zielsetzung des Regnum Christi.

Die Lesung trug Emmanuelle de la Guillonnière, eine Delegierte aus Frankreich, vor. Das Evangelium wurde von Pater Vincent McMahon LC (Irland) in englischer Sprache verkündet. Teile der hl. Messe waren ferner auf Latein und auf Deutsch.

„Ubi caritas“

Mit dem Gesang und Gebet „Ubi caritas“ begann heute Nachmittag 15.00 Uhr die erste Sitzung im Plenum der Territorialversammlung des Regnum Christi in Bad Münstereifel. Schon während des Tages waren die 37 Teilnehmer aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn, Italien und den USA in der Apostolischen Schule eingetroffen. Für die Meisten war es ein freudiges Wiedersehen und -treffen, einige der Delegierten hatten schon an der ersten Territorialversammlung im Februar 2016 in Bad Münstereifel oder an der Internationalen Versammlung im Juni 2016 in Rom teilgenommen.

Es folgte eine persönliche Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. Darauf gab P. Andreas Schöggl LC, Territorialdirektor, einen Überblick zum bisher zurückgelegten Weg des Revisionsprozesses seit 2014, erläuterte den Verlauf der kommenden Tagen, die Arbeit in Kleingruppen und Tagespläne.

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P. Andreas Schöggl LC

 

Die jetzige Territorialversammlung ist der Abschluss der „III. Etappe“ auf diesem gemeinsamen Weg. Die „IV. Etappe“ beginnt mit der Generalversammlung in Rom im April 2018. Danach wird die Vorlage der neuen Generalstatuten dem Heiligen Stuhl zur Approbation vorgelegt werden.

Viviana Limón, gottgeweihte Frau im Regnum Christi, gab den Delegierten schließlich eine theologische Einführung in die Gesamtthematik der Erneunerung der Gemeinschaft. Es gehe im Wesentlichen um eine „Rückkehr zur Quelle“, das sei gleichsam ein österliches Ereignis. Zentrum und Kriterium der Erneuerung sei Christus selbst, von ihm ginge unsere Erneuerung aus. Durch die Kirche verlängere Christus seine Mission in der Welt. Und das Regnum Christi sei Teil der Kirche. Das Ziel der neuen Generalstatuten sei es, zum Wesentlichen zurückzukehren, Es ist ein Text, der das Wesentliche zusammenfasst: Wer wir sind, was unsere Ziele sind und was wir tun, um sie zu erreichen, unsere Spiritualität und Selbstverständnis als Gemeinschaft.“ Aus diesem Grunde sei der Text auch kürzer geworden und hätte sich die Zahl der Paragraphen deutlich reduziert.

„Fühlt euch frei, den Text zu hinterfragen“, lud sie schließlich die Delegierten ein, Wir wollen uns darüber austauschen, in einem Klima des Zuhörens und Austauschs. Lernen wir dabei, das eigene Herz als einen Ort wahrzunehmen, wo Gott spricht. Er kann uns weit über unsere bisherigen eigenen Erfahrungen hinausführen.“

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Viviana Limón

Überblick: Entwurf der Statuten, Fragebogen, Ziele und Abläufe

Während der Territorialversammlung vom 9. bis 12. November in der Apostolischen Schule in Bad Münstereifel werden sich die Delegierten intensiv mit dem aktuellen Entwurf der Generalstatuten des Regnum Christi beschäftigen und dabei u.a. mit einem Fragebogen arbeiten, der zur Vereinfachung der Abläufe erstellt wurde.

2017-11-08, Entfache die Gnade Gottes wieder

Die Hauptziele der Versammlung sind:

  1. Analyse des Statutenentwurfs und Meinungsaustausch dazu.
  2. Diskussion und Meinungsaustausch bzgl. des Umfangs der apostolischen Aktivität der Föderation im Territorium.
  3. Sicherstellen, dass die Mitglieder aller Zweige die Erwartungen und Belange der Mitglieder der anderen Zweige verstanden haben – offizielles Dialog- und Unterscheidungsforum sein.
  4. Die Wahl der Laien-Delegierten für die Generalversammlung in Rom im April 2018.

Die Territorialversammlung hat in diesem Zusammenhang eine beratende Aufgabe und sendet Empfehlungen an die Versammlungen der gottgeweihten  Zweige des eigenen Territoriums, d.h. an die Versammlungen der Legionäre Christi und der gottgeweihten Frauen, die gleich im Anschluss, vom 13. bis 15. November stattfinden, sowie an die Generalversammlung des Regnum Christi, die im April 2018 in Rom stattfinden wird.

Vorsitzender der Versammlung ist der Territorialdirektor, Pater Andreas Schöggl LC, dem eine Kommission zur Seite steht. Stellvertretende Vorsitzende ist die Territorialdirektorin der gottgeweihten Frauen, Jacinta Curran. Sekretär der Versammlung ist Pater Anton Vogelsang LC, seine Assistentin ist Eva Gloserová (gottgeweihte Frau).

Während der Territorialversammlung arbeiten die Delegierten sowohl im Plenum als auch in Kleingruppen. Die Kleingruppen sind nach Sprachen zusammengesetzt und bestehen aus Vertretern aller drei im Territorium West- und Mitteleuropa vorhandenen Zweige. Es gibt zwei deutschsprachige Gruppen, eine englischsprachige und zwei französischsprachige. Jede Gruppe hat einen Moderator, der von Pater Andreas ernannt wurde. Außerdem gibt es in jeder Gruppe einen Sekretär, der Protokoll führt. Basis der Gespräche und der Abstimmung in den Kleingruppen ist der Fragebogen. Wenn die Gruppe damit fertig ist, kann sie selbst entscheiden, welchen sonstigen Themen sie sich zuwendet. Die Ergebnisse der Gruppen werden im Plenum vorgetragen.

Die Abstimmung im Plenum wird ebenfalls in Anlehnung an die Fragen im Fragebogen vorgenommen. Es gibt jeweils die Antwortmöglichkeiten Ja, Nein und Enthaltung. Entsprechend dem jeweiligen Thema wird eine einfache oder eine absolute Mehrheit benötigt. Für die Abstimmung wird ein elektronisches (vertrauliches) Abstimmungsverfahren verwendet, nur in Sonderfällen kann auf Abstimmung per Hand zurückgegriffen werden.

Die Delegierten für die Generalversammlung in Rom werden am Ende der Territorialversammlung gewählt.

Vorbesprechung des Statutenentwurfs in Düsseldorf

In Vorbereitung auf die Territorialversammlung vom 9. bis 12. November in Bad Münstereifel trafen sich Mitglieder des Regnum Christi aus Nordrhein-Westfalen am 26. September zu einer Vorbesprechung in Düsseldorf (Foto). An der Besprechung nahmen außerdem P. Daniel Weber LC und Renee Pomarico (gottgeweihte Frau im Regnum Christi) teil.

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Svenja Nonnenmacher und Beate Scheilen hatten die thematischen Beiträge ausgearbeitet und brachten den Mitgliedern die Inhalte und den Ablauf der Territorialversammlung nahe.

Unter den Teilnehmern waren drei der gewählten Delegierten des Regnum Christi für die Territorialversammlung. Diese nutzten die Vorbesprechung, um mit den Mitgliedern über den aktuellen Statutenentwurf zu sprechen und deren Meinung dazu einzuholen, die sie dann in die Versammlung mit einbringen wollen.

Bei der Territorialversammlung im November wird der Textentwurf nicht erneut Punkt für Punkt besprochen werden. Stattdessen gibt es einen Fragenkatalog zu den Schwerpunkt-Themen. Dieser Fragenkatalog liegt den Mitgliedern bereits in einer Arbeitsfassung (Übersetzung aus dem Spanischen) vor. Die Delegierten werden dann im November darüber entscheiden, ob eine bestimmte Aussage, z.B. zum Charisma, durch den Statutentext angemessen widergegeben wird.

Es ist sehr erwünscht, dass alle Laienmitglieder sich insbesondere zu der Verantwortung der Laien für das Charisma und zu der Beteiligung der Laien in Gremien und an Leitungsämtern eine Meinung bilden und diese äußern. Jedes Mitglied sollte seine Meinung, Vorschläge und Fragen in die Territorialversammlung einbringen. Dies kann über die Delegierten oder – in Nordrhein-Westfalen – speziell über Frau Nonnenmacher oder Frau Scheilen erfolgen, die die Beiträge sammeln und weiterleiten werden.

Das nächste Treffen der Laienmitglieder des Regnum Christi zur Vorbereitung der Territorialversammlung findet am 24. Oktober, ab 19.00 Uhr, in Düsseldorf statt, Beginn mit der hl. Messe.