Das Regnum Christi: ein Zuhause

Letzter Tag der Generalversammlung (18. April 2018): In der Sitzung im Plenum am Vormittag ging es heute um die Schlussfolgerungen aus den Versammlungen der letzten Tage, um Entscheidungen und die Punkte, die in den kommenden Monaten, bis zum Abschluss des Revisionsprozesses der Statuten des Regnum Christi (voraussichtlich November 2018), noch zu bearbeiten sind.

Das Tagesprogramm sah auch Zeiten vor, in denen die Delegierten untereinander persönliche Erfahrungen austauschen konnten, die mit dem Erleben der jüngeren Geschichte unserer Gemeinschaft in Verbindung stehen: Erfahrungen der Vergebung; das Bedürfnis, die eigenen Erinnerungen und die eigene Geschichte zu teilen; Erfahrungen der Barmherzigkeit Gottes, der Wunden heilt; und die des Auferstandenen Herrn, der in der Kirche wirkt.

Pater Ghirlanda begleitete heute auch die letzten Plenarsitzungen. Gern erinnerte er daran, wie er erst vor Kurzem zum „Ehrenmitglied“ des Regnum Christi gemacht worden war. Die letzte Sitzung der Generalversammlung schloss mit Worten von P. Eduardo Robles Gil LC. Es folgten ein feierlicher Abschlussgottesdienst und ein gemeinsames Abendessen mit den Seminaristen der Legionäre Christi in Rom.

Dankbarkeit

Zu Beginn der Predigt sagte Pater Eduardo: „Abschließend danken wir Gott, unserem Herrn, für die erste Sitzung der Generalversammlung des Regnum Christi. Es ist nicht das erste Mal, dass sich alle Zweige treffen […], aber es ist das erste Mal, dass die vier Zweige des Regnum Christi zusammenkommen, um zu versuchen, ein Thema dieser Art zu bearbeiten, von dem die Kirche möchte, dass wir es klären.

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Wir danken Gott, unserem Herrn, in dieser hl. Messe für all seine Gnaden und seinen Schutz. Wir danken der Kirche, dem Papst, der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und den Gesellschaften des apostolischen Lebens, vertreten durch P. Ghirlanda SJ, der seit acht Jahren bei uns ist. Ich möchte insbesondere denjenigen danken, die sich direkter an diesem Prozess beteiligt haben. Und vor allem den Laien im Regnum Christi, die ihre berufliche Arbeit unterbrochen, ihre Familien in der Heimat zurückgelassen haben, um hierher zu kommen, wo sie auch ihr Zuhause fanden.“

Zur Gemeinschaft berufen

Danach ging er auf die Dimension der Kirche als Gemeinschaft ein, die sich im Leben der Apostel und der ersten christlichen Gemeinschaften widerspiegelte. Er hob in besonderer Weise das Beispiel des hl. Petrus hervor, der sagte: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir haben geglaubt und wir wissen, dass du der Heilige Gottes bist“ (Joh 6, 68-69).

Eduardo weiter: „Petrus antwortete aus Menschlichkeit in der ersten Person Plural: ‚Wir haben geglaubt‘. Er sprach und antwortete für die anderen. Er antwortete mit ‚wir‘, weil er sich als Teil einer Gruppe sah und es auch war, die dasselbe glaubte und lebte. Aber auch, weil Jesus Christus die Apostel schon als eine Gruppe gesehen und jeden dazu berufen hatte. Wir [das Regnum Christi] sind eine spirituelle Familie. Wir haben geglaubt, dass dies unser Zuhause ist. Ich lade Sie ein, den Herrn zu bitten, uns in dieser Überzeugung zu bestärken, dass das Regnum Christi ein geräumiges Haus mit offenen Türen ist, damit es Begegnung Gottes mit den Menschen sei, eine Familie von Aposteln, in der wir uns gegenseitig motivieren und zur Heiligkeit und zum Apostolat ermutigen.“

Abschluss der Arbeit an den neuen Statuten

Das nächste Außerordentliche Generalkapitel der Legionäre Christi und die Generalversammlung der geweihten Zweige des Regnum Christi sind vom 19. bis 24. November 2018 geplant. Die nächste Generalversammlung des Regnum Christi findet vom 27. November bis 5. Dezember statt; die gewählten Delegierten Laien im Regnum Christi sind vom 28. November bis 1. Dezember zur Teilnahme eingeladen.

 

Den Heiligen Geist wirken lassen

Am achten Tag der Generalversammlung (17. April) hielt P. John Connor LC (Territorialdirektor von Nordamerika) die Predigt. Er lud die Delegierten dazu ein, Männer und Frauen der Hoffnung auf Gott zu sein, die den Heiligen Geistes durch sich wirken lassen. Die vollständige Predigt (spanisch) finden Sie hier auf unserer Webseite.

Die Arbeit am Vormittag begann erneut mit einer Sitzung im Plenum, wobei die Vorstellung der Ergebnisse der Gruppenarbeit vom Vortrag abgeschlossen wurde. Zentrale Themen waren: die Rolle der Laien innerhalb der Föderation und die Verwaltung der Apostolatswerke des Regnum Christi.

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Nach einer kurzen Pause kamen die Delegierten wieder in Arbeitsgruppen nach Zweigen zusammen (Legionäre Christi, Gottgeweihte im Regnum Christi und Laien im Regnum Christi) und setzten die Arbeit an den vier Kernthemen fort (siehe unser Bericht vom 16. April).

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Am Nachmittag ging die Arbeit zu den benannten Themen in den Gruppen nach Zweigen weiter. Der Tag endete mit einer Sitzung im Plenum, in der über den zweiten Textentwurf zum Schlussstatement zur Generalversammlung diskutiert und abgestimmt wurde. Den ganzen Tag über begleitete Pater Ghirlanda SJ, päpstlicher Assistent für das Regnum Christi, die Sitzungen.

Einheit in der Vielfalt

Da steckt etwas Größeres dahinter – diese Überzeugung hat P. Valentin Gögele LC am letzten Tag der Generalversammlung des Regnum Christi. Im Kurzvideo spricht der zukünftige Territorildirektor der Legionäre Christi (ab dem 1. August 2018) aber auch darüber, was alle in diesen Tagen in Rom grundsätzlich lernen konnten.

Ein Haus, das renoviert wird

Heute ist der letzte Tage der Generalversammlung in Rom. Sebastian Hoogewerf, Delegierter des Regnum Christi aus Österreich, spricht im Kurzvideo über ein wichtiges Thema, an dem unsere Gemeinschaft  seiner Meinung nach  in Zukunft noch weiter wird arbeiten müssen: ein Konzept für die gemeinsame Verwaltung der Werke und Einrichtungen.

„Der Flieger ist gelandet“

„Der ‚Flieger‘ ist gelandet…“ – Im Kurzvideo direkt aus Rom beschreibt P. Paul Habsburg LC was sich in den letzten Stunden der Generalversammlung des Regnum Christi gerade zuträgt und wie sich das anfühlt. P. Paul stammt aus Deutschland und arbeitet schon seit vielen Jahren im Regnum Christi in Paris (Frankreich).

Was suchst du in deinem Herzen?

Die hl. Messe am siebten Tag der Generalversammlung (16. April) leitete P. Eduardo Robles Gil LC. Die Lesung des Evangeliums und die Predigt hielt P. Andreas Schöggl LC, Territorialdirektor für West- und Mitteleuropa.

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„Die folgende Frage ist sehr wichtig für die Lektüre der heutigen Lesung: Nach was suchten diese Leute?“ Es scheint so, sagte P. Andreas, als hätten die Menschen damals nur danach gesucht, endlich mit Stephanus diskutieren und streiten zu können (vgl. Apg 6,8-15). Und weil sie danach suchten, wurde aus ihrer Absicht auch Handlung. „Dann gingen sie noch weiter und sagten: ‚Wir werden unsere Traditionen verteidigen‘. Und plötzlich war Stephanus, obwohl es nicht sein Thema war, nicht das, was er sagte, beschuldigt, die Traditionen des Moses ändern zu wollen. Weil sie danach gesucht hatten.“  Im Evangelium ginge es Jesus deshalb vor allem immer wieder um die Fragen, so P. Andreas: Was suchst du in deinem Herzen? Wonach suchst du in mir? Jesus nachfolgen hieße demnach vor allem, im eigenen Herzen, in Jesus Christus, die Erlösung zu suchen – nicht weniger als das! Die vollständige Predigt können Sie hier nachlesen (auf Spanisch).

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Nach der hl. Messe wurde die Arbeit in Gruppen zu folgenden Themen fortgesetzt:

  1. Identität (Charisma, gemeinsame Mission, Autonomie der Zweige des Regnum Christi).
  2. Struktur der zukünftigen Föderation des Regnum Christi und der leitenden Organe.
  3. Die Rolle der Laien in der Föderation und die Überarbeitung der sie betreffenden Regelungen.
  4. Institutionelle Werke (wie sie sind, als Ausdruck des Charismas, wie sie der gemeinsamen Mission am besten dienen, Management).

Nach dem Mittagessen bestand erneut die Möglichkeit zur stillen eucharistischen Anbetung, um den Heiligen Geist vor allem um Erleuchtung und den Geist der rechten Unterscheidung zu bitten.

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Zum Abschluss der Nachmittagssitzungen in Gruppen fand wieder eine Sitzung im Plenum statt, bei der alle in den Arbeitsgruppen bearbeiteten Themen durchgegangen wurden.

Außerdem stimmten die Delegierten über den ersten Entwurf eines Abschlusstextes zur Generalversammlung ab, der in den letzten Tagen von einer Arbeitsgruppe von Delegierten erarbeitet worden war und am Ende der Tage veröffentlicht werden soll.

Mit Jesus in einem Boot

Am sechsten Tag der Generalversammlung (Samstag, 14. April) stand P. Cleomar Ferronato LC, Territorialdirektor in Brasilien, der hl. Messe vor.

Vor Jahren wurde am Ufer des Sees von Galiäa bei Ausgrabungen ein kleines Holzboot gefunden. Die Untersuchungen ergaben, dass es aus der Zeit Jesu stammen könnte. Durch die Restauration des Bootes haben wir heute eine Idee, in welchem Boot die ersten Jünger Jesu damals ihrem Handwerk, dem Fischfang, nachgegangen sein könnten, und in welchem Boot sie womöglich zusammen mit Jesus über den See gefahren sind. In seiner Predigt unterstrich P. Cleomar, wie zerbrechlich jenes Boot damals gewesen war und wie mutig die Seeleute gewesen sein mussten, wenn sie mit diesem bei Sturm auf dem See waren. Allein im Boot hatten die Jünger Angst (vgl. Joh 16-21), selbst als Jesus ihnen schon im Sturm entgegenkam. Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht! Erst dann fassten sie Mut.

Während des Vormittags arbeiteten die Delegierten in Gruppen, wobei die Legionäre Christi eine Gruppe bildeten, die gottgeweihten Frauen und Männer jeweils eine andere und die Laien eine vierte Gruppe. Auf diese Weise konnte jeder Zweig im Regnum Christi den Textvorschlag des Außerordentlichen Generalkapitels der Legionäre Christi aus seiner Perspektive prüfen.

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Am Ende des Tages fand eine Sitzung im Plenum statt, bei der jeder Zweig seine Schlussfolgerungen und Beobachtungen des Vorschlags mit allen anderen teilen konnte. Anwesend war dabei erneut Pater Ghirlanda SJ, päpstlicher Assistent für das Regnum Christi.

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Der Arbeitstag endete mit dem gemeinsamen Rosenkranzgebet. P. Eduardo Robles Gil LC lud alle dazu ein, sich Maria zu weihen, damit sie für das Regnum Christi und für diesen wichtigen Prozess der Revision der Statuten vor Gott eintrete.

Am Sonntag fanden keine Sitzungen statt. Am Vormittag konnten wir gemeinsam am Altar des hl. Josef (Patron der ganzen katholischen Kirche) im Petersdom die hl. Messe feiern. Der Tag stand dann allen zur freien Verfügung.