„Ganz auf Christus ausgerichtet“

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Fortsetzung der Territorialversammlung – 2. Tag

Der zweite Tag der Territorialversammlung begann 9 Uhr mit einer Plenumsrunde. Zur Diskussion stand weiterhin das 1. Kapitel der Statuten. Die Arbeit an den Aussagen zur Spiritualität der Gemeinschaft entwickelte sich mit viel Engagement und Detailgenauigkeit. Es wurde deutlich, wie wichtig den Delegierten dieser Teil ist, beinhaltet dieser doch u.a. die „Herzmitte der Spiritualität“ der Apostolatsbewegung: die Nächstenliebe.

2016-02-13, Territorialversammlung 01b.jpgDie Mehrsprachigkeit ist am zweiten Tag sehr gut eingespielt. Die Beiträge erfolgten in lebendiger Abfolge teils auf Deutsch, Englisch und Französisch. Als Übersetzer fungierten Mitglieder, die mehrere Sprachen beherrschen. Die Schlussfassung der Statuten wird letztlich auf Spanisch abgefasst sein, in dieser Sprache wird der Text auch dem Heiligen Stuhl zur Approbation vorlegt werden. Eine Übersetzung in die verschiedenen Landessprachen erfolgt erst im Anschluss daran. Die vielen sprachlichen Anmerkungen während der Territorialversammlung, die sowohl in den Arbeitsgruppen als auch im Plenum vorgetragen werden, erlangen spätestens bei der Übersetzung des approbierten Textes in die Landessprachen wieder Bedeutung, da es gerade dann auf sprachliche Feinheiten ankommen wird.

Modalität der Abstimmungen

2016-02-13, Territorialversammlung 05b.jpgFür die Abstimmungen nutzten die Delegierten währen der ganzen Territorialversammlung Sichtkarten in drei verschieden Farben, die immer in zwei Schritten zur Anwendung kamen:

  • In der 1. Abstimmungsrunde:
    • Grün: Paragraph unverändert lassen
    • Gelb: Paragraph ändern
    • Rot: Paragraph streichen
  • In der 2. Abstimmungsrunde:
    • Grün: Änderung angenommen
    • Gelb: Enthaltung
    • Rot: Änderung abgelehnt

P. Andreas Schöggl LC moderierte auch heute die Plenarsitzungen. Während des Generalkapitels der Legionäre Christi im Frühjahr 2014 hatte er als Moderator fungiert und in der Steuerungsgruppe und Redaktion mitgearbeitet, und dabei wertvolle Erfahrungen bei der Leitung komplexer Beratungen und Abstimmungen mit internationalen Teilnehmern gesammelt. Davon profitierte nun die Territorialversammlung, schließlich folgten die Abstimmungen der gleichen Methode.

Apostolisches Wirken und geistliches Leben

Das Kapitel 2 der Statuten besteht aus den Paragraphen 12 bis 16: die „Dimension der Sendung“ (Nr. 12), „Tätigkeitsbereiche“ (Nr. 13), „Handlungsprinzipien“ (Nr. 14), „Jugendarbeit“ (Nr. 15), „Netzwerke“ (Nr. 16). Die Besprechungen hierzu dauerten den ganzen zweiten Teil des Vormittags an. Das mag ein Hinweis darauf sein, wie ernsthaft die Auseinandersetzung mit dem zweiten Kapitel verlief. Pünktlich 12 Uhr begann die Arbeit am Kapitel 3, an den Nummern 17 bis 20, die sich auf das geistliche Leben in der Apostolatsbewegung beziehen.2016-02-13, Territorialversammlung 07b.jpg

Kapitel 4 bis 7

Diese Kapitel wurden am Nachmittag besprochen, sie umfassen inhaltlich:

Kapitel 4: „Ausbildung“

  • Kapitel 5: „Mitglieder, Beitritt und Austritt“
  • Kapitel 6: „Struktur der Bewegung“
  • Kapitel 7: „Leitung und kanonische Struktur“

Von großer Bedeutung für die Zukunft des 1. und 2. Grades im Regnum Christi, als Teil einer größeren geistlichen Familie mit einem gemeinsamen Charisma, zu der verschiedene Stände gehören – u.a. Laien, Gottgeweihte, Priester, Ordensleute –, war vor allem die Arbeit an Kapitel 7.

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Die Wichtigkeit erwächst aus historischen und kirchenrechtlichen Gründen. Eine kanonisch fundierte Klärung der für das Regnum Christi am besten geeigneten internen Struktur war ein Anliegen, das von Seiten der Kirche zu Beginn des Revisionsprozesses explizit an die Gemeinschaft herangetragen worden war. Entsprechend groß waren die Bedeutung und der Zeitraum, die die Territorialversammlung dem Thema zumaß. Dem Kapitel war ein Teil des Nachmittags und der ganze Abend gewidmet.

2016-02-13, Territorialversammlung 08bDie Arbeitsgruppen besprachen und erwogen dabei verschiedene kirchenrechtliche Modelle und brachten diese zur Abstimmung. Dies auch in dem Bewusstsein, dass jene kirchenrechtlichen Strukturfragen kein Selbstzweck sind und es auch diesen vor allem darum geht, die Einheit einer geistlichen Familie zu bewahren und sie zu befähigen, ihren spezifischen Auftrag bei der Evangelisierung zu erfüllen. Das letzte Wort in dieser Sache hat am Ende des Revisionsprozesses der Heiligen Stuhl.

Gebetsgemeinschaft

Allen Gruppen- und Plenarsitzungen ging während der Territorialversammlung das Gebet zum Heiligen Geist voraus – meist in verschiedenen Sprachen. Im Laufe des Tages standen den Teilnehmern außerdem freie Gebetszeiten zur Verfügung. Heute versammelten sich alle am frühen Abend in der Hauskapelle zur hl. Messe, bevor dann nach dem Abendessen die letzte Sitzung im Plenum folgte.

 

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